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Handball
Sorg freut sich aufs Wiedersehen

Homburgs Spielertrainer Daniel Sorg (links) wird im Derby gegen Zweibrücken wohl nicht auflaufen können. Ein Daumen schmerzt.
Homburgs Spielertrainer Daniel Sorg (links) wird im Derby gegen Zweibrücken wohl nicht auflaufen können. Ein Daumen schmerzt. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Vier Jahre nach seinem Abschied trifft TV Homburg-Spielertrainer Daniel Sorg auf seinen Ex-Klub SV 64 Zweibrücken. Die Vorfreude ist groß – wenn da nicht die üblichen Probleme wären. Von Lucas Jost

Vier Jahre lang streifte Daniel Sorg Wochenende für Wochenende das Trikot des SV 64 Zweibrücken über. Nach der Saison 2013/2014 verließ er die Löwen. Am Sonntag kommt es um 18 Uhr in der Sport- und Spielhalle Homburg zum Wiedersehen mit seinem alten Verein – in neuer Funktion, als Spielertrainer des Handball-Oberligisten TV Homburg. Sorg trifft mit seiner Mannschaft auf ehemalige Mitspieler wie Kreisläufer und Abwehrchef Benjamin Zellmer, den ehemaligen Speerwurf-Juniorenweltmeister Till Wöschler, der auf der halblinken Position beheimatet ist und das Zweibrücker Trainer-Urgestein Stefan Bullacher. „Allein durch das Derby ist das ein besonderes Spiel. Zweibrücken war eine tolle Zeit, ich habe dort unglaublich viel mitgenommen“, sagt Sorg, der alle vier Jahre von Bullacher gecoacht wurde. „Je näher das Spiel rückt, desto stärker wird das Kribbeln.“


Selbst eingreifen können, wird der gelernte Linksaußen aufgrund einer anhaltenden Daumenverletzung wohl nicht, daher kann er sich voll auf das Einstellen seiner Mannschaft fokussieren. „Ich gehe ganz schwer davon aus, dass uns erstens eine Mannschaft erwartet, die technisch sehr stark und gut ausgebildet ist“, erklärt er, schnauft kurz durch und fährt fort: „Und zweitens eine Mannschaft, die vor allen Dingen hohes Tempo gehen wird nach vorne und ihre Konzeption mit hohem Tempo und Druck spielen wird.“ Verglichen mit den Handballfreunden Illtal, gegen die Homburg am zurückliegenden Sonntag 27:36 unterlag, schätzt er den SV „in der Abwehr vielleicht noch einen Tick aggressiver ein. Das wird nochmal ein Gradmesser, wo wir sehen, wo wir in Bezug auf Deckungsarbeit und Rückzugsverhalten wirklich stehen.“

Einzig das altbekannte Problem des Aufsteigers trübt ein wenig die Vorfreude auf das bevorstehende Derby der Vereine, die geografisch nur durch die Grenze der Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz voneinander getrennt sind. „Als Beispiel: Am Dienstag waren nur sieben Feldspieler im Training“, haderte der Übungsleiter des punktlosen Tabellenletzten. Linkshänder Hendrik Schmidt, eigentlich die erste Option auf dem rechten Rückraum, ist nach wie vor in seiner Heimat Hannover. Neben Sorg sind auch die beiden Rückraumspieler Philip Rauchschwalbe und Niklas Eberhard angeschlagen. Rauchschwalbe kann zum Beispiel den Part im Mittelblock der Abwehr übernehmen. Eberhard ist mit 30 Toren in vier Spielen einer der offensiv gefährlicheren Akteure des TVH. Sorg: „Das wird eine große Herausforderung. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Derbys immer wieder knappe Spiele waren. Aber man muss sehen, dass wir einfach der Underdog sind.“