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Handball
TV Homburg bleibt weiter punktlos

Homburg. Erneut konnte sich der TV Homburg nicht belohnen. Im zweiten Heimspiel der Saison zeigte der Handball-Oberligist gegen die HSG Kastellaun/Simmern eine ansprechende Leistung, die er sich durch die eigene Unfähigkeit zunichtemachte. Von Lucas Jost

In den ersten 30 Minuten konnte sich am Samstag keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren Vorsprung absetzen, sodass es beim beim 11:12-Halbzeitstand aus Sicht der Hausherren noch nichts verloren oder gewonnen war. Einzig, dass es ein Spiel werden sollte, das der Körper noch ein, zwei Tage zu verarbeiten haben würde, war für jeden der nur 60 Zuschauer früh ersichtlich. Auch wenn sie zu erwarten war, mit der sehr robusten, kompromisslosen Abwehr der Gäste tat sich Homburg schwer. Was den TV aber nicht an einem ordentlichen Auftritt hinderte. Da bleibt es unerklärlich, dass Homburg die Geschenke, die die Gäste ihnen machten, nicht zu nutzen vermochte. Gleich doppelt strafte sich die HSG kurz nach der Pause selbst. Zuerst fing sich Abwehr-Riese Adnan Kulovic für ein Foulspiel eine Zeitstrafe ein, die er durch anschließendes Meckern gleich verdoppelte. Dann sah Andrius Zigelis glatt Rot, als er Roman Kolepp am Kreis mit einem Fausttreffer im Gesicht niederstreckte. Anstatt die enorme Schwächung in der Gäste-Abwehr zu nutzen, leistete sich Homburg eine Reihe an einfachsten Fehlern und schwachen Abschlüssen. In teils doppelter Unterzahl setzten sich die Gäste von 15:13 auf 18:13 ab, Homburg scheiterte an den eigenen Nerven. Jörg Ecker, der neben Spielertrainer Daniel Sorg auf der Bank fungierte, gestand: „Wir müssen uns an die eigene Nase greifen. Wir haben zu viele technische Fehler im Angriff gemacht und die Überzahl schlecht gespielt. Wer die meisten Fehler macht, verliert das Spiel. Und das waren heute wir.“


Bis sich Homburg gefangen hatte (20:20 durch Philip Rauchschwalbe) waren nur noch elf Minuten zu spielen. Selbst beim 23:23 durch Sebastian Mathieu (55:56) hätte die Partie noch in beide Richtungen kippen können. Eine Zeitstrafe gegen Muhamet Durmishi (56:19) und Sebastian Mathieu (57:48) sollten sich aber als zu schwerwiegend herausstellen. Homburg verlor mit 24:27 und musste sich eingestehen, dass mehr drin gewesen wäre. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Das sind so Sachen, die tun doppelt weh. Wir haben das ganze Spiel mitgehalten, aber der letzte Tick hat gefehlt“, seufzte Sorg.

Bei den Gästen fiel der Jubel nach Abpfiff unerwartet groß aus. Der TV Homburg hatte gezeigt, dass er ein veritabler Gegner sein kann. Auch Sorg meinte: „Für die Moral hätten wir einen Punkt verdient gehabt.“ Aber so bleibt Homburg durch eigene Unzulänglichkeiten als einzige Mannschaft der Handball-Oberliga ohne Punkt. Und ob sich daran in den kommenden Spielen etwas ändern wird, ist fraglich. Denn nun hat der Aufsteiger mit den Sportfreunden Budenheim (29.9), den Handballfreunden Illtal (7.10.) und dem SV 64 Zweibrücken (14.10.) ein extrem schweres Programm vor sich.



Tore für den TV Homburg: Philipp Daume (8/1), Lukas Glück (4), Michael Mathieu (4/3), Hendrik Schmidt (3), Philip Rauchschwalbe (2), Muhamet Durmishi (1), Roman Kolepp (1), Sebastian Mathieu (1).