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100 Jahre historisches Schießhaus

Homburg. Vor 100 Jahren wurde das Schießhaus im Homburger Stadtteil Sanddorf eingeweiht und ist bis heute die sportliche und gesellschaftliche Heimat der Schützengesellschaft 1849 Homburg. Am Wochenende hat der mit 160 Jahren älteste Verein in Homburg den 100. Jahrestag der Einweihung des Schießhauses mit einem Tag der offenen Tür gefeiert Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Homburg. Vor 100 Jahren wurde das Schießhaus im Homburger Stadtteil Sanddorf eingeweiht und ist bis heute die sportliche und gesellschaftliche Heimat der Schützengesellschaft 1849 Homburg. Am Wochenende hat der mit 160 Jahren älteste Verein in Homburg den 100. Jahrestag der Einweihung des Schießhauses mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Im Mittelpunkt standen ein Vortrag zur Baugeschichte des traditionsreichen Gebäudes, eine Ausstellung mit Original-Plänen sowie die Besichtigung der Schießanlagen. "Das Schießhaus hat zwei Weltkriege überstanden", erklärte Vorsitzender Willi Handorn. Er erinnerte an den Tag der Einweihung des neuen Heimes der Schützengesellschaft als "Keimzelle der heutigen Schießsportanlage". Er zitierte aus der Homburger Rundschau vom 17. Mai 1909, die von "einem denkwürdigen Tag" gesprochen habe. Die Schützen hätten einen festen Stand innerhalb der Stadt Homburg und der Gesellschaft gehabt. "Schützenvereine waren immer gutbürgerlich, staats- und gesetzestreu." Stolz sei die Schützengesellschaft 1849 Homburg, so Oberschützenmeister Handorn, dass sie nach schwierigen Verhandlungen durch Zukauf beim Saarforst Eigentümer des Geländes am Schießhaus sei. Mit dem Schießhaus verbinde er heute noch positive Kindheitserinnerungen, meinte Landrat Clemens Lindemann. Sein Dank galt der aus der Bürgerwehr entstandenen Schützengesellschaft, die mit großem Engagement das traditionsreiche Gebäude erhalten hat. Michael Forster, Beigeordneter für Sport der Stadt Homburg, hob die erfreuliche Entwicklung des Vereins in Sachen Traditionsbewusstsein, Pflege des Schießsports und aktives Vereinsleben hervor. Viele Titel auf Stadt-, Kreis-, Landes-, Bundes- und europäischer Ebene sowie sogar bei Olympia stünden für eine gute Arbeit im Schießsport. Auch in der Breite sei der Verein vom Luftgewehr bis zum Bogenschießen gut aufgestellt. Gerade im Schießen seien Disziplin, Willen und die Bereitschaft zur Leistung gefordert, so der Beigeordnete. In der Stadt habe sich die Schützengesellschaft als "ein belebendes Element" erwiesen, im Stadtverband für Sport arbeite sie vorbildlich mit, erklärte Forster und lobte die engagierte Nachwuchsarbeit. Einen Überblick in die Baugeschichte und sein architektonisches Umfeld in Homburg gab schließlich Bauhistoriker Stefan Ulrich. Neben detaillierten Erklärungen zum Gebäude ging Ulrich auch auf die Gemeinsamkeiten zwischen der Homburger Heil- und Pflegeanstalt und dem Schießhaus ein. Die Jagdhornbläser des Saarpfalz-Kreises sorgten für die Musik. "Schützen-vereine waren gutbürgerlich und gesetzes- treu." Willi Handorn, Vorsitzender


Auf einen BlickDie Schützengesellschaft 1849 Homburg besteht seit 160 Jahren. Vorsitzender des 230 Mitglieder - darunter annähernd 150 Aktive - zählenden ältesten Homburger Vereins ist seit 1998 Willi Handorn. Am vergangenen Wochenende feierte die Homburger Schützengesellschaft den 100. Jahrestag der Einweihung ihres Schießhauses mit einem Tag der offenen Tür sowie einer großen Ausstellung mit Original-Urkunden und -Plänen aus dem Jahr 1909. re