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Sportfreunde Reinheim
Sportfreunde in der Orientierungsphase

Auf dem Reinheimer Rasenplatz kämpfen der Reinheimer Marco Florsch (gelbes Trikot) und der Walsheimer Philipp Weber um den Ball. Der Verein will nach dem Abtragen des Darlehens für den Bau des Platzes bis 2024 schuldenfrei sein.
Auf dem Reinheimer Rasenplatz kämpfen der Reinheimer Marco Florsch (gelbes Trikot) und der Walsheimer Philipp Weber um den Ball. Der Verein will nach dem Abtragen des Darlehens für den Bau des Platzes bis 2024 schuldenfrei sein. FOTO: Wolfgang Degott
Reinheim. Peter Nagel wurde als Vorsitzender der Sportfreunde Reinheim bestätigt. 2024 will der Verein schuldenfrei sein. Von Wolfgang Degott

Kontinuität zeichnet die Sportfreunde Reinheim aus. Der seit 1996 amtierende Vorsitzende Peter Nagel wurde bei der Jahreshauptversammlung im Sportheim in seinem Amt bestätigt. Ihn übertrifft jedoch das älteste Vorstandsmitglied Andreas Couturier, mit einer kurzen Unterbrechung seit 1980 in der Führungsriege. Mit Ingo und Heiko Ruth verließen dagegen langjährige Vorstandsmitglieder die erste Reihe.


Nagel sprach von einem Jahr voller Feste und Aktivitäten, des Übergangs und der Neu-Orientierung. Mit dem Wegfall des Ballonfestivals sei auch eine wichtige Einnahmequelle versiegt. Als eine der Kompensations-Maßnahmen habe man das Brückenbogenfest, über Jahrzehnte vom Carneval-Club veranstaltet, übernommen. Weiterhin habe man am Biosphärenfest teilgenommen, das Trofeo-Fest durchgeführt. Sportlich wurde mit dem Wechsel von Trainer Eric Wack zu Volker Görgen insbesondere im Spielsystem Neuland betreten. Das Ziel, ein Platz unter den ersten acht in der Bezirksliga Homburg, sei möglich.

Sinkende Trainingsbeteiligung, insbesondere bei den Reservemannschaftsspielern und der voraussehbare personelle Umbruch habe die Vorstandschaft bewogen, einen Spielertrainer zu verpflichten. Neuer Coach werde in der kommenden Saison der derzeitige Spieler Christian Weyer. Für die Zukunft kündigte Nagel die wirtschaftliche und sportliche Festigung des Vereins an. Dazu bedürfe es jedoch eines gemeinsamen Engagements und vieler Unterstützer.



Schatzmeister Jochen Wack stellte fest, dass der Verlust des Ballonfestivals „nicht annähernd“ durch andere Feste habe ausgeglichen werden können. Insgesamt stehe der Verein jedoch auf soliden finanziellen Füßen. Das bestehende Darlehen für den Sportplatzneubau soll bis 2024 abgelöst werden. 49 Jugendspieler gehören zur Nachwuchsabteilung der Sportfreunde, wusste Nikolas Florsch als Vertreter des verhinderten Jugendleiters Philipp Jann zu vermelden. Insbesondere lobte er die Zusammenarbeit mit den umliegenden Vereinen, mit denen man in verschiedenen Konstellationen in Spielgemeinschaften kooperiere. Insbesondere die B-Jugend, die unter der Federführung des SV Altheim-Böckweiler laufe, habe gute Chancen auf einen Titelgewinn. Auch erwähnte er den von Oliver Sommer und Holger Gruber ins Leben gerufene „Fußballkindergarten“.

Andreas Jung, zuständig für die Mitgliederbetreuung und das Ehrenamt, beklagte, dass Mitgliedergewinnung zu einem schweren Unterfangen geworden sei. Der frisch gewählte Vorsitzende des Fördervereins, André Jung, der den 15 Jahre amtierenden Eric Wack ablöste, erklärte die Unterstützung der Jugendabteilung als zentralen Schwerpunkt. Ortsvorsteher Jürgen Wack unterstrich die Bedeutung des größten Vereins Reinheim auch mit dem Hinweis, dass in vielen Aktivitäten des Dorfes auf die Hilfe der Sportfreunde gebaut werden könne. Das Brückenbogenfest findet von Freitag, 27., bis Sonntag, 29. Juli, statt. Auch wird der Verein gemeinsam mit den Weinbaufreunden am Biosphärenfest am Sonntag, 26. August, in St. Ingbert teilnehmen.

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