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DRK Mimbach
Seit 50 Jahren Helfer in allen Notlagen

Geehrte während der Feierstunde zum 50-jährigen Bestehen des DRK-Mimbach (von links): Manfred Nickolaus, Michaela Kürpick, die stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrike Zäh, die die Ehrungen vorgenommen hatte, Ulrike Gentes, Nicole Adolph, Petra Lorenz, Vorsitzende Doris Nickolaus und Oliver Kürpick.
Geehrte während der Feierstunde zum 50-jährigen Bestehen des DRK-Mimbach (von links): Manfred Nickolaus, Michaela Kürpick, die stellvertretende Kreisvorsitzende Ulrike Zäh, die die Ehrungen vorgenommen hatte, Ulrike Gentes, Nicole Adolph, Petra Lorenz, Vorsitzende Doris Nickolaus und Oliver Kürpick. FOTO: Wolfgang Degott
Mimbach. Das Deutsche Rote Kreuz in Mimbach feierte sein 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurden auch langjährige DKR’ler geehrt.

Auf ein halbes Jahrhundert kann das Deutsche Rote Kreuz in Mimbach zurückblicken, war es am 22. April 1968 gegründet und danach jahrelange von Bürgermeister Richard Carbon geführt worden. Bis Ende 1975 wuchs seine Mitgliederzahl auf 60. Sternwanderungen, Erste-Hilfe-Lehrgänge, aber auch Kinderfassnacht, die Teilnahme am Weihnachtsmarkt oder dem Dorffest zeigten, dass sich das DRK in die Dorfgemeinschaft integriere. Seit 2001 wurden mit den Senioren viele Fahrten durchgeführt. Im voll besetzten Saal des Matthias Claudius Heimes wurde dem Jubiläum feierlich gewürdigt und von der Gruppe Scheldeborn musikalisch begleitet. Dabei rief die Margarete Schäfer-Wolf, DRK-Vizepräsidentin und Landesleiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit zum Umdenken auf. Neben den traditionellen Aufgeben des DRK, Sanitätsdienst, Rettungsdienst, Blutspende müsse man heute neue Wege beschreiten. Sie nannte insbesondere die Arbeiten im sozialen und wohlfahrtspflegerischen Bereich, Dass die Nachwuchsgewinnung schwierig sei verkannte sie nicht. Doch um zu einem menschlichen Miteinander zukommen, müssen man auf die Jungen zugehen, damit sie sich solidarisch zeigen, erkennen, welche Bereicherung die tätige Nächstenliebe für das Individuum insgesamt darstelle. Sie dankte aber auch allen, die in den fünf Jahrzehnten den Ortsverband stetig weiter entwickelt hätten, die mit Treue und Einsatzbereitschaft, ob als aktives oder als förderndes Mitglied das Erbe von Henry Dunants weitergetragen haben.


„In der ichbezogenen Gesellschaft behält das Ehrenamt seinen Platz, seine Notwendigkeit in der Hilfe am Nächsten, am Bedürftigen, in der Pflege und in der Seniorenarbeit“, so Schäfer-Wolf und fügte hinzu, dass das Ehrenamt eine feste Säule des Verbandes sei und bleiben werde und die Stärke und Glaubwürdigkeit ausmache. Der verantwortliche Referent des Blutspendedienstes Rheinland-Pfalz/Saarland, Christoph Ernwein, unterstrich die lebenserhaltende Bedeutung der Blutspende und hob heraus, dass die Helfer des DRK-Mimbach seitdem das Blutspendemobil im April 2011 erstmals im Blieskasteler Stadtteil Station gemacht habe, immer da gewesen seien, wenn sie gebraucht wurden. Bewegung sei insbesondere für ältere Menschen wichtig, werde der Bewegungsapparat gestützt, so Ulrike Zäh, stellvertretende Vorsitzende und Sozialdienstleiterin des DRK-Kreisverbandes Homburg. Innerhalb von Gruppen könnten Kontakte geknüpft, und mit dazu beigetragen werden, dass aktives Leben und der Alltag bis ins hohe Alter alleine gemeistert werden könne. Sie freute sich, dass die Bewegungsgruppe des Mimbacher Roten Kreuzes sich großer Beliebtheit erfreut. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener betonte die Wichtigkeit des DRK, in dem ehrenamtlich gearbeitete werde, Dienst für die Allgemeinheit erbracht werde, der von der Kommune nicht finanzieren werden könne.

Ortsvorsteher Gerd Weinland lobte das Engagement der Vorsitzenden Doris Nickolaus, das dokumentiere, dass ohne solche Menschen das Dorf ärmer sei. Für ihre Verdienste war ihr vor Jahren auf Antrag des Ortsrates die Verdienstmedaille Deutschlands verliehen worden. Der DRK-Ortsverein Mimbach lebt nicht nur in der Gemeinschaft sondern auch aus ihr heraus. „Er ist nicht Selbstzweck und beschäftigt sich mit sich selbst, sondern dient den Menschen auf vielfältige Weise“, so der Ortsvorsteher. Geehrt wurde für 35 Jahre die Vorsitzende Doris Nickolaus, die zugleich 20 Jahre den Vorsitz des DRK innehat. 30 Jahre hält Michaela Kürpick, 20 Jahre Manfred Nickolaus dem DRK die Treue. Ferner erhielten Oliver Kürpick für 10 Jahre und Petra Lorenz sowie Ulrike Gentes für fünfjährige Mitgliedschaft eine Dankurkunde.