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Blickweiler
„Ein idealer Platz zum Erholen“

Am neuen Rastplatz in Blickweiler informierte sich Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (Bildmitte in Grün) über den touristischen Radverkehr.
Am neuen Rastplatz in Blickweiler informierte sich Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (Bildmitte in Grün) über den touristischen Radverkehr. FOTO: Hans Hurth
Blickweiler. Hütte und Sitzkombi laden in Blickweiler auf dem Bliestal-Freizeitweg zur Rast ein. Ministerin Rehlinger lobte das Konzept. Von Hans Hurth

Auf Fahrradtour ging Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger auf dem Bliestal-Freizeitweg. Am neu angelegten Rastplatz in Blickweiler, von Blieskastel her kommend, blickte die Ministerin auf den landesweiten Wettbewerb zurück, den das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Tourismuszentrale Saarland, dem ADFC Saar und dem Landesbetrieb für Straßenbau ausgelobt hatte.



Blickweiler ging dabei mit seinem Entwurf als Sieger hervor, Altheim wurde Zweiter. Bei der Besichtigung der beiden Rastplätze im Bliestal lobte Anke Rehlinger die gelungene Umsetzung. In Altheim wurde eine Schutzhütte nach Vorbild eines Keltenhauses für die Radler errichtet und in Blickweiler laden nun eine Hütte und eine zusätzliche Sitzkombination im Freien zum Verweilen ein.

„Ein neuer Rastplatz war für den Ortsrat Blickweiler stets ein Anliegen. Das vorgelegte Konzept von Isabel Schorr und Kai Sommer überzeugte die Jury“, freute sich Ortsvorsteher Walter Boßlet. „Unser Rastplatz ist der einzige überdachte Platz am Freizeitweg von Homburg bis Saargemünd. Ehrenamtliche Helfer haben daran 14 Tage lang täglich gearbeitet“, teilte Boßlet mit. Angelegt wurde des Weiteren eine Blumenwiese und der Natur- und Vogelschutzverein Blickweiler hat unter Leitung von Michael Müller eine Info-Tafel mit Vorstellung der in der angrenzenden Bliesaue lebenden 62 Vogelarten geschaffen. „Von allen Stadtteilen wird bei uns ehrenamtlich am meisten gearbeitet und so der Stadtsäckel entlastet. Ob die komplette Renovierung der Kulturhalle, Anlegung eines Bouleplatzes, die Pflege der Wanderwege oder aktuell der Rastplatz, stets kamen 15 bis 20 Helfer“, stellte der Ortsvorsteher heraus.

Dafür gab es von der Ministerin viel Lob und Anerkennung. „Es lohnt sich, hier in Blickweiler haltzumachen. Wichtig ist, nicht nur mehr Wander- und Freizeitwege zu haben, sondern auch um die Rastplätze herum muss sich was tun. Hier dient die neue Anlage als Vorbild, einfach ein idealer Platz zum Erholen“, sagte Rehlinger. „Eine gute Ausstattung der Radwege steigere die Qualität des Netzes SaarRadLand, stimme die Infrastruktur, steige auch die Nutzung.

Außerdem profitieren die Kommunen von mehr Radtourismus. Denn legen die Radler eine Pause ein, schauen sie sich oft auch im Ort um und nutzen Einlaufs- und Einkehrmöglichkeiten.“ Klaus Wallach, Tourismuszentrale sowie Frank Philippi, Landesbetrieb für Straßenbau erläuterten die Kriterien der Bewertung von Radwegen. „Befahrbarkeit, Oberfläche, Wegweiser, Routenführung, Sicherheit, touristische Infrastruktur und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gehören dazu.“ Nicht dazugehören sollten Sachbeschädigungen, wie am neuen Rastplatz bereits geschehen.

„Die Info-Tafel mit den Vogelarten wurde von Jugendlichen aus Bliesdalheim mit Steinen beworfen und beschädigt, gar komplett während der Nacht abgeschraubt wurde die Bank im Freien“, ärgerte sich Walter Boßlet. Die heimische Holz-Firma Becher stiftete eine neue Bank, diese hat Kai Sommer nun mit 48 Schrauben diebstahlfest verankert.

Über Breitfurt und Böckweiler führte Rad-Techniker Alexander Stopp die Rehlinger-Gruppe zum Keltenhaus nach Altheim. Dabei auch ein bekanntes Gesicht. „Ich brauche nach der Kritik an meiner Arbeit frische Luft. Deshalb sitze ich heute mal im Sattel“, sagte uns Hans Wagner, St. Ingberts Oberbürgermeister, vor der Weiterfahrt.