Saarländer bei „Wer wird Millionär“: Ein Saarbrücker Student kämpft bei Jauch um die Million

Saarländer bei „Wer wird Millionär“ : Ein Saarbrücker Student kämpft bei Jauch um die Million

  Es war buchstäblich eine Schnapsidee. Bei einem Kneipenabend beschloss Andreas Segl, dass er Millionär werden will – oder genauer: dass er bei der Quiz-Sendung „Wer Wird Millionär“ teilnehmen möchte.

Im April war das. Auf die Idee hätten ihn zwei Freundinnen gebracht, die sich bereits erfolgreich für die Dating-Sendung „Take Me Out“ beworben hatten, erzählt der 34-jährige Saarbrücker. Nur sei für ihn klar gewesen, dass wenn er schon ins Fernsehen gehe, „dann nur, um Geld zu gewinnen.“ Ob dieser Plan aufgeht, können Zuschauer am 21. Dezember im Abendprogramm bei RTL verfolgen.

Nervosität plage ihn nicht, zumal er sich der Unterstützung seiner Familie sicher sein könne, erzählt Segl, der vor Kurzem die letzten Prüfungen seines BWL-Studiums an der Saar-Uni hinter sich gebracht hat. In dem Fernsehstudio seien nicht nur seine Mutter und sein Bruder mit von der Partie, sondern auch der Familienhund. Zu Hause drücke zwar außerdem die Oma die Daumen, aber handfesteren Rückhalt sollen während der Sendung seine drei Telefon-Joker bieten. Als Spezialist für Medizin, Chemie und Biologie habe er einen Neurochirurgen des Saarbrücker Klinikums verpflichten können. „Der geht außerdem jede Woche zum Quiz im Irish Pub am Sankt-Johanner-Markt.“

Als seinen „Superjoker“ bezeichnet Segl hingegen seinen ehemaligen Deutschlehrer. Dieser wisse nicht nur über Geschichte, Musik, Filme und natürlich Literatur Bescheid, sondern verfüge auch über ein großes geographisches Wissen. Der Dritte im Bunde sei ein Profi für historisches Wissen und ebenfalls Lehrer.

„Ich selbst lese jeden Tag eine Stunde lang Zeitung“, sagt Segl über seine Vorbereitung. Zudem halte er aktuelles Wissen aus der Popkultur wie Kino- und Musikcharts für wichtig sowie ein gutes Grundwissen bei Erdkunde und den wichtigsten Politikern. Für Fragen aus dem Bereich Sport sei keine besondere Vorbereitung nötig, ist sich der frühere Spieler einer Jugendmannschaft des 1. FC Saarbrücken sicher.

„16 000 Euro sollten es schon mindestens sein, man hat ja schließlich die Joker zur Verfügung. 32 wären super – und 64? Mega!“ beschreibt der 34-Jährige seine Hoffnungen vor der Sendung. Zunächst müssten es Kandidaten schaffen, überhaupt auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch zu kommen. Da es sich jedoch um ein Weihnachtsspezial mit längerer Sendedauer handele, ständen die Chancen besser als üblich. „Mit dem Geld will ich zuerst meine Mutter in einen wohlverdienten Urlaub schicken. Wenn möglich, würde ich außerdem gerne eine Flugschein machen, denn freier als in der Luft kann man sich nicht fühlen.“ Zudem habe er sich vorgenommen, eventuelle Verluste des Asta-Campus-Festivals im Sommer aufzufangen. Das kommt nicht von ungefähr: Segl war lange Zeit selbst Mitglied des Studierendenausschusses und organisiert das Fest schon seit 2009 jedes Jahr.

Mehr von Saarbrücker Zeitung