1. Saarland

Große Ehre für Maria Funk

Große Ehre für Maria Funk

St. Wendel. "Durch das Ehrenamt wird Menschlichkeit in unsere Gesellschaft gebracht. Dadurch steigt die Lebensqualität. Und man ist gleichzeitig ein Vorbild für die Mitmenschen." Mit diesen Worten begann der saarländische Landtagspräsident Hans Ley am Freitag im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes seine Laudatio auf Maria Funk aus St. Wendel

St. Wendel. "Durch das Ehrenamt wird Menschlichkeit in unsere Gesellschaft gebracht. Dadurch steigt die Lebensqualität. Und man ist gleichzeitig ein Vorbild für die Mitmenschen." Mit diesen Worten begann der saarländische Landtagspräsident Hans Ley am Freitag im Historischen Sitzungssaal des Landratsamtes seine Laudatio auf Maria Funk aus St. Wendel. Ihr ist auf Vorschlag des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller durch Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande ausgehändigt worden. Ein Ehrenamt zu bekleiden sei heute nicht mehr selbstverständlich, sagte Hans Ley. Viele Menschen würden fragen, was sie dafür bekommen und welche Vorteile sie von einem Ehrenamt hätten. Maria Funk habe nie solche Fragen gestellt, sondern stets ihre eigenen Interessen für andere Menschen zurückgestellt. "Die heutige Auszeichnung ist Dank und Anerkennung für ein mehr als 30-jähriges herausragendes und uneigennütziges Wirken im Gemeinschafts-, Sozial- und Kulturleben der Stadt St. Wendel und im ganzen Landkreis." Hausherr Landrat Udo Recktenwald konnte zu der Feierstunde zahlreiche Gäste aus der Politik, aus der Gesellschaft und aus verschiedenen sozialen Einrichtungen begrüßen. Maria Funk engagiert sich seit dem Jahre 1974 parteipolitisch. Dem Vorstand des CDU-Ortsverbandes gehörte sie 14 Jahre an und war elf Jahre stellvertretende Vorsitzende. Im Stadtverband war sie von 1978 bis 1990 aktiv und war Mitgründerin der CDU-Frauenunion. Seit 1979 gehört die Geehrte dem St. Wendeler Stadtrat an, war in mehreren Ausschüssen tätig und ist seit 1994 ehrenamtliche Beigeordnete. Ein besonderes Augenmerk widmete sie der sozialen Arbeit, zum Beispiel in der Altenhilfe der Stiftung Hospital, bei den "Grünen Damen" des Marienkrankenhauses, beim Sozialdienst Katholischer Frauen, bei der Schwangerschaftsberatungsstelle "Donum Vitae", beim Förderverein "Kleine Hände" und bei der Caritas. Nicht zu vergessen ihre langjährige Tätigkeit im Helene-Weber-Haus in Otzenhausen und beim Katholischen Deutschen Frauenbund. "Diese und viele weitere Ämter hat Maria Funk mit viel Organisationstalent und sozialer Kompetenz bekleidet", sagte Hans Ley. Maria Funk dankte dem Redner und meinte humorvoll: "Bei all diesen Aufzählungen habe ich mich fast nicht mehr wiedererkannt." Für sie sei es immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, denen zu helfen, die Hilfe benötigten, um auf diese Weise am Aufbau der Gesellschaft mitzuwirken.Diese höchste ausgesprochene Ehrung sehe sie aber nicht für sich alleine. Immer hätten sich auch andere Menschen mit ihr gemeinsam engagiert, so Funk. gtr