Fest verankert im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde

Fest verankert im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde

Quierschied. Sie sind wie eine große Familie, die Mitglieder der Wohltätigkeitsbühne 1920 Quierschied. Und in einer intakten Familie - das ist die Laienschauspieltruppe - werden alle runden Geburtstage gebührend gefeiert. Also trafen sich die Mitglieder am Samstag im Gasthaus Didion zur Familienfete

Quierschied. Sie sind wie eine große Familie, die Mitglieder der Wohltätigkeitsbühne 1920 Quierschied. Und in einer intakten Familie - das ist die Laienschauspieltruppe - werden alle runden Geburtstage gebührend gefeiert. Also trafen sich die Mitglieder am Samstag im Gasthaus Didion zur Familienfete.

Als Ehrengäste waren Bürgermeisterin Karin Lawall, die Saarbrücker Bezirksvorsitzende im Verband saarländischer Amateurtheater, Brigitte Thul, der Chef des Quierschieder Heimat- und Verkehrsvereins, Paul Pendorf, sowie Vertreter befreundeter Vereine gekommen. Und bevor die Feier so richtig begann, gab es schon das erste Geschenk. Der Quierschieder Theo Zart übergab das Originalfoto von der Vereinsgründung im Jahr 1920. Er hatte es bei sich zu Hause aufbewahrt. "Das ist ein tolles Geschenk und eine Riesenüberraschung", freute sich der Vorsitzende Karl Kessler. "Bisher hatten wir nur eine Kopie davon", erklärte er.

Der zweite Vorsitzende, Stefan Graß, streifte nur kurz die Geschichte der Wohltätigkeitsbühne. In einer etwas anderen Festansprache versuchte er die Faszination des Theaterspielens zur erläutern: In erster Linie gehe es den Akteuren der Laienbühne darum, die Menschen zum Lachen zu bringen, sagte Graß. Deshalb führe man auch überwiegend Lustspiele auf. Auch wenn vor jedem Aufritt das Lampenfieber groß sei, sei es bereits nach den ersten Sätzen, dem ersten spontanen Beifall und dem Blick in die lächelnden Gesichter der Besucher wie weggeblasen. "Mit unserem Spiel lassen wir das Publikum für ein paar Stunden die Mühen und Plagen des Alltags vergessen", sagte Stefan Graß.

Er machte aber gleichzeitig auch deutlich: "An den Erfolgen sind nicht nur die Darsteller beteiligt, sondern alle Helfer vor und hinter der Bühne." Für Bürgermeisterin Karin Lawall ist das Amateur-Theater das Salz in der Kultur-Suppe. Der Wohltätigkeitsbühne bescheinigte sie: "Ihr seid eine tolle Truppe." Lawall freute auch über die vielen jungen Gesichter im Verein. Sie meinte: "Theater spielen ist eine gute Ausbildung für junge Menschen." Paul Pendorf betonte: "Die Wohltätigkeitsbühne ist fest im gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde verankert." Brigitte Thul stellte fest: "Es ist schön, dass ihr euch den familiären Charakter über all die Jahre bewahrt habt. Ihr habt eine tolle Kameradschaft und einen großen Zusammenhalt in der Truppe." ll

Hintergrund

Beim Familienfest zum 90-jährigen Bestehen ehrte die Wohltätigkeitsbühne zahlreiche Mitglieder. 30 Jahre gehören Karola Carbon, Angelika Graß, Christoph Graß, Stefan Graß, Stefan Heim, Monika May und Rosario Scivoli der Wohltätigkeitsbühne an. Sie erhielten die silberne Ehrennadel. Die goldene Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft bekamen Hanne Andres, Martina Hoffmann, Claudia Müller, Erwin Maurer, Alfred Eydt und Josef Schmidt. Seit 60 Jahren sind Heinz Glauben, Heinrich Spaniol, Elisabeth Trenz, Albert Wüschner, Alice Zentes und Änni Zimmer dabei. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Karl Kessler, der seit 1994 an der Spitze der Laienschauspieltruppe steht, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. ll