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Schlägerei beim Hofgang im Gefängnis

Schlägerei beim Hofgang im Gefängnis

Zweibrücken. In gleich zwei Verhandlungen ging es gestern vor dem Amtsgericht um Fälle in der Zweibrücker Justizvollzugsanstalt (JVA). Körperverletzung lautete der Vorwurf gegen einen 31-Jährigen, der am 27. Juni während eines Hofgangs einem Mitinsassen zwei Faustschläge ins Gesicht verpasst haben soll

Zweibrücken. In gleich zwei Verhandlungen ging es gestern vor dem Amtsgericht um Fälle in der Zweibrücker Justizvollzugsanstalt (JVA). Körperverletzung lautete der Vorwurf gegen einen 31-Jährigen, der am 27. Juni während eines Hofgangs einem Mitinsassen zwei Faustschläge ins Gesicht verpasst haben soll. Bereits zwei Tage zuvor sei es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen. Das mutmaßliche Opfer erlitt einen Nasenbeinbruch und ein Hämatom am Auge. Nach eigenen Angaben ist der mehrfach vorbestrafte Angeklagte durch seine Drogensucht auf die schiefe Bahn gekommen.Der 24-Jährige, der wegen Bankraubs in der JVA einsitzt, soll den 31-Jährigen zuletzt mit einer Aussage bei der Polizei belastet haben. Das war auch der Grund für den Streit im Gefängnis. Das Opfer räumte ein, dass es sich aus der Umarmung befreien wollte. Dabei könnte es mit dem Ellenbogen den Bauch des Angeklagten getroffen haben. "Geschlagen habe ich aber nicht", beteuerte der Häftling während seiner Zeugenaussage. Auf der Überwachungskamera ist nichts Genaues zu erkennen. Ein früherer Gefangener bestätigte die Aussage des Angeklagten, das Opfer habe zuerst geschlagen. Der 53-Jährige vermutet eine Affekt-Reaktion. Die Verhandlung wird kommenden Montag, 14.30 Uhr, fortgesetzt. In einem anderen Fall musste sich ein 34-jähriger JVA-Insasse wegen Drogenbesitzes vor dem Amtsgericht verantworten. Am 3. Februar wurden bei einer Kontrolle in dessen Zelle eineinhalb Tabletten Subotex in einer Kaffeetasse gefunden. Vor Gericht verweigerte er die Aussage. Sein Anwalt bezweifelt, dass es sich bei den gefundenen Tabletten um das Rauschgift handelt. Deshalb soll eine gerichtsmedizinische Untersuchung die Zusammensetzung feststellen. Die Verhandlung ist bis dahin ausgesetzt. nob