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Bauausschuss II: Neuer Kindergarten am Landgestüt bekommt Solar-Anlage

Bauausschuss II : Neuer Kindergarten am Landgestüt bekommt Solar-Anlage

(sf) „Bei der Präsentation sind alle Fragen beantwortet worden“, lobte Kurt Dettweiler (FWG) die Erläuterungen des Bauamts-Mitarbeiters Christian Spohn zum neuen Kindergarten an der Gabelsbergerstraße.

Wie schon mehrfach berichtet, entsteht auf einem Teil des früheren Sportplatzes an der Festhalle ein viergruppiger Kindergarten. Das Gebäude ist 1160 , das Freigelände 1400 Quadratmeter groß. „Das ist großzügig geplant“, meinte Thomas Eckerlein (SPD).

Wie Eckerlein begrüßte auch Anne Bauer (SPD), dass für die Küche eine eigene Köchin eingestellt werde. Zwischen der Küche und dem Speiseraum bestehe die Möglichkeit, dass die Kinder bei der Essenvorbereitung eingebunden werden können. Ulrich Schüler (FDP) hätte es begrüßt, wenn das Gebäude auf Stelzen gebaut worden wäre, wie zwischendurch angedacht war. „Das Gelände, auf das der Kindergarten gebaut wird, wird aufgeschüttet und liegt über Straßenniveau“, erklärte Spohn. Dirk Schneider (SPD) regte eine Photovoltaikanlage an.

Der Kindergarten, für den der Stadtrat bereits die Tiefbauarbeiten vergeben hat, kostet brutto 4,2 Millionen Euro. Der städtische Anteil beträgt 1,4 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus dem Landesprogramm KI 3.0 gefördert. Harald Benoit (AfD) meinte, dass die Stadt noch zu viel zahlen müssen. „Das Land oder der Bund sollen alles bezahlen.“

Noch in diesem Jahr soll nach Aussage des Bauamtsmitarbeiters Harald Ehrmann im Bauausschuss der Bauantrag für den Quartierstreff Breitwiesen gestellt werden. Im zweiten Quartal 2020 könnte dann Baubeginn sein. Der Stadtplaner geht von einer Bauzeit von einem Jahr für den Neubau an der Sporthalle der Breitwiesenschule aus. Mit 1,28 Millionen Euro läge der Preis etwas über der Schätzung von 2017.

Auch wenn das Vorhaben zu 90 Prozent bezuschusst werde, sei der Preis „hoch, sehr hoch“, meinte Thomas Eckerlein (CDU). Er schlug zur Kosteneinsparung eine Holzbauweise vor. Bauamtsmitarbeiter Jörg Müller hielt dagegen, dass das Land empfehle, Gebäude, die hochwassergefährdet sind, nicht aus Holz zu bauen.

„Wenn das Gebäude gefährdet ist, warum baut man es an dem Standort?“, fragte Thomas Körner (FWG). Der Standort habe sich nach Untersuchungen anderer Orte als bester herauskristallisiert, erinnerte Ehrmann an die Diskussion aus dem Jahr 2017. Damals hat sich auch der Stadtrat mehrheitlich für ein Quartierstreff im Rahmen des Projekts Soziale Stadt ausgesprochen.

Daran erinnerte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD) nach den Ausführungen von Kurt Dettweiler (FWG), der betonte, dass er schon damals die Hochwassergefahr angesprochen habe. Zudem sei das Gebäude zu großzügig geplant. „Wir bauen den Quartierstreff, damit die Menschen, die hier leben einen Ort bekommen, an dem sie sich Treffen, Feste feiern oder Kurse besuchen können“, erinnerte Thorsten Gries (SPD) an das Ziel des Projekts.

Sei das nicht ein Projekt, weil dort aggressive Menschen leben, fragte Harald Benoit (AfD). Die Äußerung sorgte für Unruhe bei den anderen Fraktionen. „Es geht darum, für die Bevölkerung was zu machen und den Stadtteil attraktiver zu machen“, sagte Norbert Pohlmann (Grüne). Auf Antrag von Dirk Schneider (SPD) kommt auf das flache Pultdach eine Photovoltaikanlage. Der Ausschuss stimmte bei Enthaltung von Dettweiler und Elisabeth Metzger (CDU) der von Ehrmann erläuterten Entwurfsplanung zu.