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Kultur in der Himmelsbergkapelle Himmelsbergchörchen

Konzert des Himmelsbergchörchens : Dort, wo alles begonnen hat

Das Himmelsberg­chörchen beeindruckte in „seiner“ Kapelle. Es gab ungewohnte Liedfolgen, alles stimmig und mehrstimmig im „Chörchen-Stil“.

Dort, wo sich vor zehn Jahren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des damaligen Evangelischen Krankenhauses zusammengefunden hatten, um zukünftig als Chor gemeinsame musikalische Wege zu beschreiten, fand jetzt, nach Jahren der ungewissen Zukunft, wieder ein Konzert des „Himmelsbergchörchens“ statt. Die Initiative zur Erhaltung der Kapelle, insbesondere zur Nutzung als Veranstaltungsort für Kunst- und Kulturereignisse, hatte dazu eingeladen.

Chorleiterin Giselheid Stein: „Wir haben damals bei der Hochzeit einer Schwester und eines Pflegers gemeinsam gesungen. Das kam so gut an, dass wir uns dann als ,Chörchen’ zusammentaten, zunächst auf Stationen sangen und jetzt seit zehn Jahren bei unterschiedlichen Veranstaltungen unsere Lieder präsentieren“.

Sie seien jetzt auf Einladung von Pfarrerin Brach gerne wieder in die Kapelle gekommen, um zum Erhalt dieser Stätte beitragen zu können. Und zum Programm: „Wir singen querbeet, neben Gospels und rhythmischen Sachen auch kirchliche Lieder, vor allem was eben Freude macht.“

Freude bereitete das bunte Gesangspotpourri den 111 Zuhörern in der Himmelsbergkapelle, die auch immer wieder zum Mitsingen aufgefordert wurden und dies gerne taten. „Ich wollte nie erwachsen sein“ aus „Tabaluga“ von Peter Maffay, „Ain’t she sweet“ von den Beatles, „Champs-Elysées“ von Joe Dassin oder „Halleluja“ von Leonard Cohen – ungewohnte Liedfolgen, alles stimmig und mehrstimmig im „Chörchen-Stil“, mit Begleitung an Piano und Schlagzeug, interpretiert.

Dem verkleinerten Himmelsbergchörchen, dem Himmelsbergchörchenchörchen mit nur vier Chormitgliedern, gelang die Darbietung von „You raise me up“ in perfekter Harmonie.

Die Moderation übernahm Thomas Stauder, der, nicht ganz ohne versteckten Humor, Forschungsergebnisse heranzog, die besagten, dass Singen sowohl klüger mache, als auch das Leben verlängern könne. Der Chor könne sich somit auf ein langes Leben freuen und habe ja auch schon die Schließung des Evangelischen Krankenhauses überlebt. „Was tun wir nicht alles für unsere Gesundheit und ein längeres Leben?“, so seine spezielle Interpretation der Auswirkungen des Chorgesangs.

Gerda Kiefer aus Wallhalben und Freundin Waltraud Hunsicker aus Schmitshausen besuchen regelmäßig Veranstaltungen in der Himmelsbergkapelle.

Kinder und Enkel seien hier nebenan auf die Welt gekommen und man habe einen besonderen Bezug zu dem Ort. „Die Atmosphäre hier ist toll, besonders auch jetzt beim Chorgesang und wir wollen dazu beitragen, dass die Kapelle erhalten bleibt“, sind sich die beiden Frauen einig.

So wie ihnen ging es ganz offensichtlich den meisten der 111 fasziniert zuhörenden und auch mitsingenden Gäste in dem schmucken kleinen Gotteshaus am Himmelsberg.