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Verkaufsoffener Sonntag: Gut für Boutiquen, schlecht für Edeka

Verkaufsoffener Sonntag : Gut für Boutiquen, schlecht für Edeka

Die meisten Händler und Besucher waren mit dem verkaufsoffenen Sonntag zufrieden.

Stadtmarketing-Managerin Petra Stricker atmete am Sonntagnachmittag, nach etwas bangem Warten in den Stunden zuvor, tief durch und verkündete froh, dass sich die Stadt und die Besucher jetzt von ihrer besten Seite zeigten.

Petrus hatte es am vergangenen Wochenende mit seinem kalten Schauerwetter ja nicht nur auf Zweibrücken abgesehen, wo der dreitägige Fischmarkt am Samstag stark unter dessen „Repressalien“ litt. Doch da Marktschreier bekanntlich nicht aus Zucker sind, verkrafteten sie die Wetterkapriolen locker und verkündeten am Sonntag, dass der Herzogplatz jetzt wieder ganz in ihrer Hand sei. So wurden die Sonntagseinkäufer in der Fußgängerzone, die, ob des immer besser werdenden Wetters, auch immer zahlreicher wurden, mit einer Art Hummel-Hummel-Navigationssystem, automatisch immer dem Geschrei folgend, quer durch die Stadt geführt.

„Wir sind froh, dass in Zweibrücken so viel geboten wird. Am nächsten Wochenende ist ja mit dem Straßentheater schon wieder was los“,  betonte ein Ehepaar aus Pirmasens, das die Angebote immer wieder gerne annimmt. Angebote in der Stadt, aber auch in den am verkaufsoffenen Sonntag teilnehmenden Geschäften und Läden: Die Einzelhändler der Innenstadt boten einen besonderen Einkaufsnachmittag mit Rabatten, Sonderaktionen und kleinen Überraschungen. Die neuen Kollektionen in den Modeläden luden zum Einkaufsbummel ein und inspirierten für das aktuelle Sommer-Outfit.

Der eine oder andere hatte auch bereits den Muttertag beim Einkauf von Geschenken im Hinterkopf. Zudem konnten die Kinder, mitten in der Fußgängerzone bei idee+spiel Cleemann, für ihre Mamas kleine „String-it-Herzen“ basteln und gleich mit nach Hause nehmen.

Das Shopping-Erlebnis in der Fußgängerzone wurde, neben dem Fischmarkt auf dem Herzogplatz, ergänzt durch das Angebot des Kram-Marktes auf dem Alexanderplatz und des Flohmarktes auf dem Schlossplatz. Drei Märkte, verbunden durch eine Flaniermeile, was will das „Stöberherz“ mehr. Die Händler in der Innenstadt waren denn zum Ladenschluss auch durchweg zufrieden. Insbesondere die Mode schien es den Besuchern, viele offenbar auch von auswärts angereist, angetan zu haben.

Die Stadt war am Sonntag nicht überlaufen, aber doch gut besucht. Ein Magnet war der Hamburger Fischmarkt auf dem Herzogplatz. Foto: Volker Baumann

Unzufrieden zeigte sich allerdings Edeka-Markt Chef Dieter Ernst, der die Kundenfrequenz am Sonntagnachmittag diesmal als „schlecht“ bezeichnete. Im Fashion Outlet zeugten die vollen Parkplätze einmal mehr vom sonntäglich Run auf die Shopping-Peripherie, die mit der Innenstadt durch einen Shuttle-Service verbunden war.