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Ein Dorf, attraktiv auch für Fremde

Ein Dorf, attraktiv auch für Fremde

Die Feuchtigkeit macht der Zwinglikirche arg zu schaffen. Sie ist einer der Gründe dafür, dass das Gotteshaus jetzt für rund 200 000 Euro saniert werden soll. Die Gemeinde hofft auf einen Kredit der Landeskirche.

Wenn die Niederauerbacher von ihrem Stadtteil sprechen, dann reden sie vom Dorf. Das unterstreicht auch Thorsten Gries, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Vereine und Verbände in dem Ort. Wenn Fremde durch Niederauerbach fahren, erblicken sie wenig von dem Charme, der sich in vielen Ecken versteckt hält. So gibt es hier viel zu sehen. Ein Beispiel ist die Zwinglikirche, die vom Zweibrücker Hofbaumeister Jonas Erikson Sundahl erbaut wurde. Im Ortskern befinden sich zudem einige schöne Häuser - einige davon sogar im Fachwerkstil gehalten. Auch die nördliche Route des pfälzischen Teils des Jakobsweges führt durch das Dorf. An der Kirche ist deshalb auch eine entsprechende Muschel zu finden.

Ein Blickfang ist auch der Dorfbrunnen. Kennzeichnend für Niederauerbach sind die großen Betriebe, wie die ehemalige Schuhfabrik Dorndorf, die Gießerei Buchholz und die Ziegelei Weppler. Vielen denken beim Namen Niederauerbach auch an ihre Bundeswehrzeit, die sie in der Kaserne am Ortsrand verbracht haben. Einwohner und Gäste können sich in der Gegend auch gut erholen: Der Schwarzbach, die Fasanerie und das Heilbachtal laden mit ihren Wegen geradezu zum Wandern, Fahrradfahren und Spazierengehen ein. Ein beliebter Start- und Zielpunkt für ausgedehnte Touren ist das Harzbornhaus der Naturfreunde, wo ein Barfußpfad angelegt wurde. Unten im Tal gibt es dann Verbindungen über den Rosenweg nach Zweibrücken oder nach Oberauerbach, wo dann weitere Wanderwege warten.

Thorsten Gries ist mit ganzem Herzen ein Auerbacher. Das kann auch Willi Richter von sich behaupten. Beide sind im Dorf fest verwurzelt und in zahlreichen Vereinen aktiv. Aber auch die Arbeit im heimischen Garten bereitet ihnen große Freude.

Größere Probleme gebe es in Niederauerbach nicht, sagt Gries. Leerstände seien kaum vorhanden. Die Versorgung mit Lebensmitteln gewährleisten Supermärkte im Industriegebiet. Es gibt eine Grundschule und eine Kita. Im Gegensatz zu machen anderem Stadtteil werde auch noch eine zünftige Kerwe gefeiert, die der Musikverein jeweils am ersten Wochenende im September organisiert.