Das Wandern neu entdecken

Wandern ist die Passion der Mitglieder im Verein, eine Fackelwanderung läutet nun das neue Jahr ein. Der Zweibrücker Wanderverein ist nicht nur gut zu Fuß´, sondern auch auf einem guten Weg.

. Schon 1979, zwei Jahre nach der Vereinsgründung, veranstaltete der Wanderverein die erste internationale Volkswanderung (IVV) mit annähernd 3000 Teilnehmern durch den Luitpoldpark, die Fasanerie und den Erbusch. Im gleichen Jahr konnte auch das erste Hüttenfest gefeiert werden. Unter der Leitung von Heinrich Lukas wurde 1985 die Krummackerhütte energetisch ans öffentliche Netz angeschlossen. Auch der Anschluss ans Wassernetz gelang. So konnte das zehnjährige Jubiläum entsprechend festlich begangen werden. "1989 formierten sich unsere Wanderkehlchen, die heute noch kraftvoll bei Stimme sind", betont der Vorsitzende. Und 1994 konnte das herrliche Grundstück am Krummacker käuflich erworben werden, alter Obstbaumbestand auf rund 6000 Quadratmetern Fläche.

2007 erfolgte der weitere Umbau der Hütte. Heute, im 38. Vereinslebensjahr, gibt es zwar immer noch genug zu tun, "aber wir sind sehr zufrieden", versichert Norbert Exler, stellvertretender Vorsitzender. Am vergangenen Mittwoch stand eine Fackelwanderung auf dem Programm: Am Hornbachstaden entlang ging es hoch zur Krummackerhütte mit anschließender Stärkung mit einer markigen Erbsensuppe.

Es wird also wieder verstärkt gewandert, nachdem vor Jahren die Tendenz zum Gesellschaftsverein am Horizont deutlicher wurde. Jeden Monat stehen Wanderungen auf dem Jahresplan, entweder Vereinswanderungen oder Teilnahmen an IVV-Wanderungen, auch gern im benachbarten Frankreich. "Natürlich gibt's auch geselliges Beisammensein auf dem Grundstück, im Sommer draußen, im Winter in der Hütte: Sommerfest, Oktoberfest, Neujahrsempfang, Heringsessen und anderes mehr. Und jeden Sonntag ab 14 Uhr ist die Hütte für alle geöffnet, die Lust auf Kaffee und Kuchen und Smalltalk haben."

Der Verein zählt derzeit 230 Mitglieder, die lediglich zwölf Euro im Jahr als Beitrag zahlen. Kassenwartin Ursula Adam liebäugelt angesichts leerer Kasse mit 15 Euro Jahresbeitrag. Schriftführer Wolfgang Stauter notiert alles akribisch, schließlich braucht ein Verein eine solide Chronik in Wort und Bild.

Neue Mitglieder wären eine doppelte Bereicherung für die Wanderer: Nette Mitmenschen gibt es hier oben jede Menge. Einfach mal hinwandern und den Blick übers Land genießen, schlägt der Verein vor.