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Konrad gegen parallele Grundversorgung in zwei Krankenhäusern

Konrad gegen parallele Grundversorgung in zwei Krankenhäusern

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Fred Konrad hält es für wenig sinnvoll, wenn in Zweibrücken zwei Krankenhäuser weitgehend das Gleiche anbieten. Bei einer Schwerpunkt-Bildung könne aber das Nebeneinander von zwei Kliniken sehr sinnvoll sein.

Es bestehe das Interesse von allen Seiten, eine gesicherte Versorgung in Zweibrücken vorzuhalten, folgert der Landtagsabgeordnete der Grünen, Fred Konrad aus Käshofen, aus Äußerungen der Mainzer Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD ). Nach der Berichterstattung zum Evangelischen Krankenhaus habe er Gespräche mit der Ministerin und ihrem Staatssekretär geführt. Dabei erfuhr der Sprecher für Soziales der Grünen-Landtagsfraktion, dass der Klinikträger Innere Mission mitgeteilt habe, dass Investitionsbedarf für das Haus bestehe. "Es gab dazu auch schon Gespräche", schreibt Konrad. Er finde es für die Versorgung der Patienten es nicht nötig sei, eine parallele Grundversorgung sowohl im Nardini-Klinikum als auch im Evangelischen Krankenhaus vorzuhalten. "Dennoch kann das Nebeneinander von zwei Kliniken sehr sinnvoll sein." Insbesondere wenn die zukunftssichere Versorgung die besonderen Bedarfe berücksichtige, die sich aus dem Älterwerden der Bevölkerung ergäben. Als Beispiel nennt der Mediziner den geriatrischen und palliativmedizinischen Bereich oder die Versorgung von Patienten mit multiresistenten Keimen. Dr. Konrad: "Entsprechende Schwerpunktbildung können für die regionale Versorgung wie auch für Kooperationsmöglichkeiten wichtig sein."

Konrad schreibt, er habe schon vor kritischen Pressemeldungen dem Ministerium mitgeteilt, dass der "bauliche Zustand vom Augenschein her ein guter ist". Dennoch dürfe eine zeitgemäße bauliche und energetische Sanierung sehr schwierig sein. In der Stellungnahme schreibt der Grünen-Politiker, dass bei der Krankenhausplanung die Möglichkeit der Weiterbildung "viel stärker in den Blick genommen werden". Diese Befugnis sei auch an verantwortliche Ärzte gekoppelt Deshalb müsse dafür Sorge getragen werden, dass die Weiterbildungsmöglichkeiten nicht eingeschränkt werden. "Nur mit guten Weiterbildungsmöglichkeiten kann gutes ärztliches Personal akquiriert werden." Konrad erwartet, dass das Krankenhaus in enger Kooperation mit der Stadt und dem Land eine zukunftsweisende Konzeption entwickelt. Den notwendigen Investitionen müsse ein Konzept zugrunde gelegt werden. > Seite 18