Weniger Arbeitslose bei der Arge

Zweibrücken. "Gelassen" reagiert der Zweibrücker Bürgermeister Heinz Heller auf das Scheitern der Reform der Betreuung der Hartz-IV-Empfänger innerhalb der Bundesregierung (wir berichteten). Der Vertrag der Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft (Arge) Jobbörse laufe noch bis Ende 2010. "Wir tun bis dahin unsere Arbeit

Zweibrücken. "Gelassen" reagiert der Zweibrücker Bürgermeister Heinz Heller auf das Scheitern der Reform der Betreuung der Hartz-IV-Empfänger innerhalb der Bundesregierung (wir berichteten). Der Vertrag der Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft (Arge) Jobbörse laufe noch bis Ende 2010. "Wir tun bis dahin unsere Arbeit." Von der Arbeit im vergangenen Jahr legte Geschäftsführerin Edith Schaeffer-Klopf die vorläufige Bilanz vor. In den Zahlen spiegelt sich nach Auffassung der Arge-Geschäftsführerin die gute konjunkturelle Lage im vergangenen Jahr wieder. So ging die Zahl der Arbeitslosen von 1115 zu Beginn des Jahres auf 1035 Ende des Jahres zurück. "Besonders erfreulich ist, dass die Zahl bei den unter 25-Jährigen von 91 auf 73 zurückging", betont Schaeffer-Klopf. Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss, die sich "aktivieren" lassen, seien in einer Maßnahme oder in Ausbildung. Zurück gegangen ist auch die Zahl der so genannten Bedarfsgemeinschaften von 1546 zu Beginn des Jahres auf 1414. Zum Start der Arge 2005 waren es 1680, Ende 2006 1729. Schaeffer-Klopf befürchtet, dass die Fallzahlen im Sommer ansteigen werden. Die konjunkturellen Einbrüche kämen bei der Arge zeitverzögert an. Die Arge zahlte im vergangenen Jahr 6,2 Millionen Euro Arbeitslosengeld II und 4,5 Millionen Euro Kosten für die Unterkunft. Bei den Kosten ist die Stadt zu zwei Dritteln beteiligt. Ein Drittel kommt vom Bund. In Zweibrücken stiegen im vergangenen Jahr die Widersprüche und Klagen. Von 450 Widersprüchen wurden 250 abgelehnt. Die Verfolgung des Leistungsmissbrauchs führte zu mehr Ordnungswidrigkeitsverfahren und mehr Bußgeldern. sf