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Start am 8. Mai: Polarlichter über Zweibrücken

Start am 8. Mai : Polarlichter über Zweibrücken

Vom 8. bis 10. Mai wird in in Homburgs Nachbarstadt der Kultursommer Rheinland-Pfalz eröffnet.

Wenn im Mai die Polarlichter die Nacht in Zweibrücken erhellen, hat das nichts mit Klimaveränderung zu tun, sondern mit einer einzigartigen Kunstpräsentation. Sie ist aus Sicht der Gastgeber das i-Tüpfelchen in einem vielseitigen Programm, mit dem Zweibrücken in diesem Jahr am Wochenende vom 8. bis 10. Mai das Festvial Kultursommer eröffnet. Unter dem Motto „Kompass Europa: Nordlichter“ bringt es Livemusik und Straßentheater aus den acht nordischen Ländern Island, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen in die Stadt.

Bei der Pressekonferenz im Rathaus kündigten Kultusminister Konrad Wolf, Oberbürgermeister Marold Wosnitza und Kultursommer-Chef Jürgen Hardeck ein kulturelles Angebot für jede und jeden an. Aus den nordischen Ländern kommt – unter anderem – großartige Folklore, weltbekannte Popmusik, fantastischer Jazz sowie exzellente Chor- und Vokalmusik. Von Freitagabend bis zum Sonntagabend wird in Zweibrücken gefeiert, ein buntes Fest für die ganze Familie.

Bereits 1999 hatte Zweibrücken den Rheinland-Pfälzischen Kultursommer unter dem Motto „Rendevouz mit Frankreich“ eröffnet. Daraus entstanden ist das beliebte Straßentheater-Spektakel. Nun trifft beides wieder zusammen. Marold Wosnitza ist gespannt: „Zweibrücken hat ja schon einige tolle Straßentheatergruppen erlebt, aber was uns da erwartet - so artistisch und akrobatisch war das Programm wohl noch nie!“

Auf Grund seiner Geschichte ist Zweibrücken geradezu prädestiniert als Gastgeber für die hochkarätige Eröffnungsveranstaltung, so dass der Vorschlag des Kultusministers, der seit 20 Jahren in Zweibrücken lebt, überall auf fruchtbaren Boden fiel. Unter dem Motto „Kompass Europa“, die laut Konrad Wolf konsequente Fortführung des Kultursommer-Mottos 2019 „Heimaten“, beginnt der Zyklus der nächsten Jahre ganz im Norden des Kontinents. Dank seiner engen Verbindung zu Schweden gelangte Zweibrücken im 18. Jahrhundert zu kultureller Blüte. Das herzogliche Schloss, die Karlskirche oder die Parkanlage von Tschifflick (Fasanerie) erinnern bis heute daran.
Offiziell eröffnet wird der Kultursommer 2020 am Samstag, 9. Mai, von Ministerpräsidentin Marlu Dreyer, zahlreichen Vertretern und Gästen aus allen acht nordischen Ländern sowie der rheinland-pfälzischen Prominenz. „Uns war wichtig, kulturelle Highlights aus allen Ländern zu präsentieren“, betont der Zweibrücker Kulturamts-Chef, Thilo Huble. Von den vielfach preisgekrönten „Latvian Voices“ bis zu „Abba-Gold“ und der Isländischen Band „Lucy in Blue“, von der estnischen Akrobatik-Künstlerin Anna Krazy über „Asterion Hus“ (Dänemark) mit Romeo und Julia bis zur Tanzperformance „City Horses“ aus Schweden reicht das Spektrum. Letztere passten perfekt in die historische Pferdestadt. Werden in das Straßentheater alle Plätze der Innenstadt mit einbezogen, laden auf dem Alexandersplatz und dem Herzogplatz zusätzlich Open-Air-Bühnen zu Live-Musik ein.

Weitere Konzerte werden in der Karlskirche sowie der Zweibrücker Festhalle gegeben. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. „Wir rechnen allerdings mit einem enormen Ansturm, so dass wir Sitzplatzreservierungen zu einem kleinen Betrag anbieten werden“, erklärt Jürgen Hardeck das erprobte Prozedere. Der absolute Höhepunkt dürfte die Polarlicht-Installation „Borealis“ über dem Herzogplatz sein. Sie wurde bislang in London, dem australischen Adeleide oder Lausanne installiert und lässt von etwa 22 bis 24 Uhr Zweibrücken in dem mystischen, grün-violetten Polarlicht erstrahlen. Dieses überzeugend nachzuempfinden, ist bislang lediglich einem Lichtkünstler aus der Schweiz gelungen. So ist dieser Programmpunkt auch der teuerste an diesem Wochenende.

Finanziert wird die Kultursommer-Eröffnung zu gleichen Teilen von Rheinland-Pfalz und der Stadt Zweibrücken mit je 60 000 Euro und unterstützt von Lotto mit 20 000 Euro. „Es ist für uns eine ganz wichtige Werbeveranstaltung, die viele Blicke auf Zweibrücken ziehen wird“, betont Marold Wosnitza, dem die Vorfreude auf das Ereignis deutlich anzumerken ist. Das detaillierte Kultursommer-Programm wird im April vorgestellt.

www.zweibruecken.de