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Künstliche Reform bringt keinen Erfolg

SpracheKünstliche Reform bringt keinen ErfolgZum Artikel "Dürfen Negerlein noch Negerlein heißen?" (18. Januar) und zu SZ-LeserbriefenAls Oma bin ich wieder den Märchen mehr zugewandt. Aber auch dem Leben

Sprache


Künstliche Reform bringt keinen Erfolg

Zum Artikel "Dürfen Negerlein noch Negerlein heißen?" (18. Januar) und zu SZ-Leserbriefen



Als Oma bin ich wieder den Märchen mehr zugewandt. Aber auch dem Leben. Wie dumm muss man sein, um Sprache künstlich verändern zu wollen? Ich lese Märchenbücher gerade vor, habe ein Exemplar mit Originalrechtschreibung und mich zuerst geärgert, weil die Texte schwieriger zu lesen sind. Man muss sich eben anstrengen. So ist das im Leben auch. Wenn die Hexe im Märchen den bösen Finger (nicht zu verwechseln mit dem Stinkefinger) gezeigt bekäme, wäre das auch gegangen. War aber nicht so. Sie landete im Backofen. Die meisten Kinder sind klug. Weil sie immer fragen. Man muss ihnen immer antworten. Das ist die Verantwortung von uns Erwachsenen.

Alexa Schwartz, Beckingen

Ekel-Show

Einsatz im sozialen Bereich zählt mehr

Zum Artikel "Dschungelcamp auf Grimme-Kurs" (SZ vom 30. Januar) und zu weiteren Beiträgen

Ich bin entsetzt: So eine menschenverachtende Darstellung soll mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet werden. Es geht in dieser Show doch nur um eine Selbstdarstellung egozentrischer Typen. Wir sind oder waren zumindest ein Volk der Dichter und Denker. Um das menschliche Wesen zu erkennen, braucht man nicht Würmer und sonstigen Ekelkram zu essen. Es ehrt den Menschen viel mehr und lässt sein Wesen erkennen,wenn er sein Potenzial im sozialen Bereich einsetzt. Aber je billiger die Beiträge im Fernsehen sind, desto höher ist die Einschaltquote. Die Menschheit wird heutzutage schon genug verdummt, da brauchen wir diesen Klamauk nicht auch noch.

Barbara Frisch, Neunkirchen