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Stolze Saarlouis Royals spielen jetzt um Platz drei

Saarlouis. Wenn zwei Minuten vor Spielende die Zuschauer der Heim-Mannschaft sich von ihren Plätzen erheben und stehend applaudieren, dann kann die Mannschaft nicht viel verkehrt gemacht haben. So geschehen am Donnerstagabend in der Stadtgartenhalle von Saarlouis, als die Basketballerinnen des TV Saarlouis in ihrem zweiten Halbfinalduell mit dem Titelverteidiger TSV Wasserburg alles gaben, obwohl sie mit 20 Punkten hinten lagen und das Spiel schon verloren war. Mark Weishaupt

Nach der 57:78-Niederlage und dem damit verbundenen Aus war Royals-Trainer Herrmann Paar dementsprechend auch nicht sauer, sondern versprühte Stolz über die Leistung seines Teams. "Unsere Mannschaft hat vor allem in der zweiten Halbzeit gezeigt, warum wir zurecht das Halbfinale erreicht haben", sagte Paar. Damit lag er richtig - denn zum einen ist Wasserburg angesichts seiner Finanzkraft und seines überragenden Aufgebots kein Maßstab. Zum anderen konnten die Royals hin und wieder Nadelstiche setzen, die auch dem Serienmeister aus Bayern zusetzten. Allen voran die starke Spielmacherin Levke Brodersen, die ihr Team im dritten Viertel zu einem 19:12 führte.

Noch ist die Saison für Saarlouis nicht vorbei - es warten noch die beiden Spiele um Platz drei ab dem kommenden Freitag. Und das Feld für die nächste Saison unter neuem Management scheint auch schon bestellt - die Vertragsverlängerung von Sabine Niedola spricht jedenfalls für eine hoffnungsvolle Royals-Zukunft.