1. Sport
  2. Saar-Sport

Masters-Finale findet mit SF Köllerbach, aber ohne FC Rastpfuhl statt

Hallenmasters : SF Köllerbach jubeln, FC Rastpfuhl trauert

Die letzten Startplätze sind vergeben: Aus dem Regionalverband hat sich neben Titelverteidiger Auersmacher und den bereits qualifizierten Bildstock und Völklingen noch Köllerbach das Masters-Ticket gesichert – auf dramatische Art.

Turniere des 1. FC Riegelsberg und des SSV Pachten:

Der FC Rastpfuhls hat sich am Samstagabend mit dem Sieg beim mit 39 Punkten dotierten Qualifikationsturnier des 1. FC Riegelsberg die Tür zum Masters-Finale am Sonntag, 2. Februar, in der Saarbrücker Saarlandhalle offen gehalten. Der Verbandsligist hat wie 2019 den Prowin-Cup in der Riegelsberghalle gewonnen. Im Kampf um eins der sieben Tickets für das Endturnier des 28. Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes besiegte der FC Rastpfuhl im Finale Hauptkonkurrent SF Köllerbach mit 3:0. Das Spiel um Platz drei gewann der SV Gersweiler mit 4:1 gegen Verbandsliga-Kunkurrent Riegelsberg.

 Die beste Mannschaft der Hallensaison: Der Verbandsligist Hellas Bildstock steht zum Abschluss der Masters-Qualifikation in der Tabelle ganz oben. Die Mannschaft von Trainer Michael Alff (hintere Reihe, Dritter von rechts) gewann fünf der 46 Qualifikationsturniere. Sie belegte zudem einmal Platz zwei und zweimal Rang drei.
Die beste Mannschaft der Hallensaison: Der Verbandsligist Hellas Bildstock steht zum Abschluss der Masters-Qualifikation in der Tabelle ganz oben. Die Mannschaft von Trainer Michael Alff (hintere Reihe, Dritter von rechts) gewann fünf der 46 Qualifikationsturniere. Sie belegte zudem einmal Platz zwei und zweimal Rang drei. Foto: Andreas Schlichter

Trotz der Finalniederlage waren die SF Köllerbach  optimistisch. „Wir sind in der Tabelle immer noch vor dem FC Rastpfuhl und müssen am Sonntag nur unsere Hausaufgaben machen“, sagte Trainer Dogan Coskun mit Blick auf das mit 57 Wertungspunkten dotierte Turnier des SSV Pachten in der Sporthalle West in Dillingen. Und dort herrschte Dramatik pur im Kampf um die Masters-Tickets.

Bei den SF Köllerbach lagen wenige Minuten zwischen Frust und Freude. Zunächst verlor der Saarlandligst im Viertelfinale gegen Landesligist SV Hülzweiler mit 3:4 nach Siebenmeterschießen. Die Masters-Teilnahme war gefährdet. Keine 60 Minuten danach jubelten die Köllerbacher  – weil zwei Konkurrenten ebenfalls ausgeschieden sind. Der FC Rastpfuhl verlor beim Pachtener Turnier im Viertelfinale gegen Oberligist FV Diefflen mit 10:11 nach Siebenmeterschießen. Die Rastpfuhler hatten in der regulären Spielzeit mit 3:0 und 4:2 geführt. Als Spielertrainer Christian Puff 46 Sekunden vor Schluss auf 4:2 erhöht hatte, schien alles klar. Doch mit einem Doppelpack binnen 25 Sekunden glich Fabian Poß zum 4:4 aus und rettete die Dieffler ins Siebenmeterschießen. Pechvogel war dort Torwart Robin Scheid, der als Schütze ran musste – und an der Latte scheiterte. Damit war der Traum vom Masters zerplatzt.

 Beim Turnier des SV Auersmacher standen sich im Endspiel Saar 05 Saarbrücken und Halberg Brebach gegenüber. In dieser Szene hat Saar-05-Spieler Lars Anton (vorne links) gerade abzogen. Die Brebacher siegten mit 4:3. Für beide Saarlandligisten war die Finalteilnahme ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen Hallensaison.
Beim Turnier des SV Auersmacher standen sich im Endspiel Saar 05 Saarbrücken und Halberg Brebach gegenüber. In dieser Szene hat Saar-05-Spieler Lars Anton (vorne links) gerade abzogen. Die Brebacher siegten mit 4:3. Für beide Saarlandligisten war die Finalteilnahme ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen Hallensaison. Foto: Heiko Lehmann

„Die Enttäuschung ist sehr groß“, meinte Puff kopfschüttelnd: „Wir hätten das 4:2 etwas cleverer verwalten können, aber Diefflen hat auch einfach eine brutale Qualität.“ Nach dem Aus des FC Rastpfuhl war klar, dass die SF Köllerbach beim Finalturnier in der Saarlandhalle dabei sein würden. Sie belegten in der Abschlusstabelle Rang sieben und damit den letzten Platz, der noch die Mastersqualifikation bedeutet. Der Vorsprung auf die Rastpfuhler auf Rang acht beträgt nach 46 Qualifikationsturniere nur 1,1 Punkte. „Ich bin einfach nur froh. So ein Auf und Ab der Gefühle hatte ich in letzter Zeit selten erlebt“, meinte SF-Trainer Coskun – und ergänzte: „Heute war das Glück auf unserer Seite.“

Das Endspiel gewann der FV Diefflen gegen Regionalligist SV Elversberg mit 4:3. „Hier waren viele Mannschaften auf Masters-Niveau. Deshalb war dieser Sieg für uns eine gelungene Generalprobe für das Finalturnier“, erklärte Chris Haase, der 25 Turniertreffer erzielte. Seiner Mannschaft hatten vor dem letzten Wochenende der Qualifikation noch 0,2 Punkte zur sicheren Masters-Teilnahme gefehlt. Die stand dann aber nach den Ergebnissen der Turniere von Samstag bereits fest.

Das Spiel um Platz drei gewann Landesligist SV Hülzweiler in der Sporthalle West mit 5:4 gegen Ligakonkurrent SSV Pachten.

Turnier des SV Auersmacher:

Es war ein versöhnlicher Abschluss für die Saarlandligisten Halberg Brebach und Saar 05 Saarbrücken. Beide konnten sich nicht für das Masters-Finale qualifizieren, waren aber beim mit 65 Wertungspunkten dotierten Kurt-Doub-Gedächtnisturnier des SV Auersmacher die besten Mannschaften. Im Finale setzte sich Brebach mit 4:3 gegen Saar 05 durch. „In den Finalspielen gehört immer auch etwas Glück dazu. Das war heute auf unserer Seite. Es tut gut, so ein großes Turnier zum Abschluss gewonnen zu haben“, sagte Sascha Arand, der für die Brebacher im Finale zwei Tore erzielte. Lars Anton von Saar 05 wurde mit 18 Toren bester Torschütze des Turniers.

Etwa 1000 Zuschauer kamen an beiden Turniertagen in die Spiel- und Sporthalle nach Kleinblittersdorf. Das Spiel um Platz drei gewann Saarlandligist Auersmacher gegen Oberligist Röchling Völklingen mit 3:1. Beide Mannschaften standen bereits als Teilnehmer am Masters-Finale schon fest – Auersmacher ist als Titelverteidiger gesetzt, Röchling war sicher qualifiziert. Bei einem Turniersieg hätten Verbandsligist SV Bliesmengen-Bolchen und Saarlandligist Spvgg. Quierschied noch zum Masters fahren können – doch beide schieden aus.

Turnier des FV Eppelborn:

Der FC Wiesbach hat sich für das Masters-Finale qualifiziert. Mit 29,5 Punkten für den Sieg beim Turnier des FV Eppelborn sprang der Oberligist auf Platz fünf der Abschlusstabelle. Nach dem 4:1-Erfolg im Endspiel am Sonntag in der Hellberghalle gegen Hellas Bildstock hatte aber auch die unterlegene Mannschaft Grund zur Zufriedenheit. Der Verbandsligist beendete die Qualifikationsserie mit 182,65 Punkten auf Platz eins der Masters-Tabelle. Zudem stellte die Hellas mit Manuel Zimmer den besten Turnierspieler. Im Halbfinale hatte er sich mit seiner Mannschaft mit 3:2 gegen Gastgeber Eppelborn durchgesetzt. Wiesbach bezwang Borussia Neunkirchen mit 4:2. Die Gastgeber gewannen das Spiel um Platz drei im Saarlandliga-Duell gegen Neunkirchen mit 6:3.