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Knappe Spiele, höheres Niveau

Växjö. Die Frauenfußball-Elite in Europa ist näher zusammengerückt. Das bewies die Vorrunde bei der EM in Schweden. Kantersiege bleiben weitgehend aus, es fallen weniger Tore, das Spielniveau ist besser geworden. dpa

Bessere Spiele, knappe Ergebnisse, gute Stimmung - die Fußball-Europameisterschaft der Frauen in Schweden hat bereits in der Vorrunde Maßstäbe gesetzt. Besonders auffällig: Im Vergleich zur EM in Finnland vor vier Jahren, als erstmals zwölf Mannschaften teilnahmen, fielen in den 18 Gruppenspielen deutlich weniger Tore. 2009 trafen die Schützinnen noch 48 Mal, das entspricht 2,7 Toren im Schnitt. In Schweden fielen nur 41 Treffer (2,3 im Schnitt). Ein Indiz dafür, dass die Mannschaften sich vom Niveau her angeglichen haben. Das 5:0 von Gastgeber Schweden gegen Finnland und der 3:2-Sieg der Spanierinnen gegen England waren die bisher torreichsten Duelle.

"Das Niveau hat sich deutlich verbessert, und dabei haben alle mitgezogen", sagt Bundestrainerin Silvia Neid. Die Ursachen liegen auf der Hand: "Ich denke, das sind Erfolge der Anstrengungen der Uefa und auch der Fifa. Die internationalen Turniere im Nachwuchsbereich wie U17-WM, U19-EM und U20-WM machen sich bezahlt. Das ist gut für die Entwicklung des Frauenfußballs", lobt Neid. Auch die Stimmung in den kleinen, aber feinen Stadien lässt nicht zu wünschen übrig. Das Zuschauerinteresse ist etwas größer als in Finnland, wo in der Vorrunde 5170 Fans pro Begegnung kamen.

Die Kehrseite aus deutscher Sicht: Die DFB-Auswahl - seit 1995 fünf Mal in Serie Europameister - hat ihre Vormachtstellung auf dem Kontinent eingebüßt. Neid räumte ein, dass man nach der äußerst durchwachsenen Vorrunde seinen Favoritenstatus los sei. Die Glanzlicher setzten andere: Frankreich und Schweden hinterließen bislang mit Abstand den stärksten Eindruck. Der Gastgeber, der im Viertelfinale auf Island trifft, könnte der deutsche Halbfinalgegner werden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Neid-Elf am Sonntag gegen Italien gewinnt.

Losglück brauchten die Däninnen, die wie der weitere Gruppendritte Russland zwei Punkte aufwiesen. Erst kurz vor Mitternacht am Donnerstag stand - nach einem umstrittenen und erstmals bei einer EM durchgeführten Losentscheid - fest, dass Dänemark im Viertelfinale gegen Frankreich spielen darf. Die enttäuschten Russinnen schieden aus. Um Losentscheide zukünftig zu vermeiden, will die Uefa das Reglement ab der kommenden EM entsprechend ändern.

Zum Thema:

Auf einen BlickDie deutsche Frauen-Nationalmannschaft kann bei ihrem Viertelfinale gegen Italien am Sonntag (18 Uhr/ARD) auf die Unterstützung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bauen. Niersbach reist zusammen mit dem Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes, Helmut Sandrock, nach Schweden. "Wir wollen der Mannschaft zeigen, dass wir hinter ihr stehen", sagte Niersbach am Freitag. Er sei nicht überrascht, dass sich die neu formierte Mannschaft bislang schwer tue, und stehe weiterhin voll hinter Bundestrainerin Silvia Neid, sagte Niersbach.Mittelfeldspielerin Lena Goeßling wird gegen Italien wohl in die Startelf zurückkehren. Die Wolfsburgerin hatte gegen Norwegen (0:1) aufgrund eines grippalen Infekts gefehlt. sid