Karate-Landesmeisterschaften in Schiffweiler

Karate : Mit ruhiger Hand zum Sieg

Bei den Karate-Landesmeisterschaften in Schiffweiler waren wieder viele Nachwuchsathleten am Start. Besonders die Saarwellinger und die Heiligenwalder feierten Erfolge.

Am Samstag stand die Mühlbachhalle in Schiffweiler ganz im Zeichen der Karate-Landesmeisterschaften im Nachwuchsbereich. Veranstalter der Wettkämpfe war der Saarländische Karate-Verband, Ausrichter das Karatecentrum Bushido Heiligenwald. Für die U14-Jahrgänge der Schüler ging es dabei um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Die Jüngsten konnten ihre Fähigkeiten beim Kumite am Ball demonstrieren. Außerdem gab es noch die Wettbewerbe Kumite (freier Kampf) und Kata (Kampf gegen einen imaginären Gegner). Vor Ort waren 150 Starterinnen und Starter  aus neun saarländischen Karate-Vereinen.

Zoey Anton vom Karate Dojo Köllerbach wurde im U14 Kata weiblich Zweite. Die Elfjährige musste sich lediglich Jolie Schömer vom Karate Dojo Bous geschlagen geben. „Wir beide kennen uns sehr gut – es war knapp gewesen. Ich bin seit sechs Jahren dabei. Das Training findet drei bis vier Mal pro Woche statt. Es gibt ja auch noch das Training beim Saarlandkader in Dudweiler“, sagte Anton. Sie stand bei Saarlandmeisterschaften auch bereits auf Rang eins. Ein wichtiger Aspekt bei Karate sei das Erlernen von Selbstverteidigung.

Einer der Köllerbacher Trainer des Nachwuchstalents ist Matthias Balzert (25). Er fing im Alter von sechs Jahren mit Karate an. Der Schwerpunkt in Köllerbach liegt auf Kata. „Beim Kampf gegen einen imaginären Gegner gibt es viele einzelne, interessante und herausfordende Aspekte“, meinte Balzert. Im Kata-Team war er bereits zwei Mal Dritter auf Deutschen Meisterschaften gewesen. Das Training mit den Jugendlichen sei sehr intensiv und bereite viel Spaß. „Ab sechs Jahren kann es ungefähr mit dem Training losgehen. Es kommt eben darauf an, wie fähig die Kinder bereits sind, mitzumachen. In den verschiedenen Vereinen ist jederzeit ein Schnuppertraining möglich. Karate ist aber auch für Menschen bis ins hohe Alter geeignet“, betonte Balzert.

Manfred Schlicher ist beim Ausrichterverein Karatecenrum Bushido Heiligenwald Vorsitzender. Die Heilgenwalder fungieren praktisch als Dauerausrichter dieser Titelkämpfe und finden in der Mühlbachhalle optimale Bedingungen vor. Schlicher ist auch Landestrainer Kumite für Kinder und Schüler. Der Verein hat derzeit ungefähr 100 Mitglieder. Neben der erfolgreichen Nachwuchsarbeit laufe es auch bei der Gruppe 50+ sehr gut. „Der stärkste Verein hier vor Ort ist Shotokan Saarwellingen mit 56 Einzelmeldungen. In den verschiedenen Vereinen bekommen die Kinder auch für das Leben wichtige Werte wie Disziplin, Etikette und Fairness vermittelt. Karate kann man von fünf Jahren an bis ins hohe Alter von 90 durchgehend betreiben. Gerade im Gesundheitssport ist Karate sehr aktiv“, berichtete Schlicher.

Im Bereich U12 Kumite am Ball weiblich setzte sich die Heiligenwalderin Julia Braun vor ihrer Vereinskameradin Celine Moro durch. „Ich bin seit drei Jahren beim Karate dabei“, erzählte die neunjährige Siegerin. Den ersten Kontakt zu Karate gab es bei der „Nacht des Sports“. Eine ihrer Trainerinnen in Heiligenwald ist Christina Georges.

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