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Jugendfußball: FC Metz gewinnt Talents-Cup in Merzig

Fußball : Metzer Nachwuchs ist das Maß der Dinge

U 14-Fußballer gewinnen den 13. Talents-Cup in Merzig. JFG Saarschleife unterliegt dem FC Bayern nur knapp.

Im Vorjahr hatte das stürmische Wetter die Abläufe beim Fußball-Talents-Cup in Merzig erheblich beeinträchtigt. Davon konnte diesmal keine Rede sein: Bei der 13. Auflage des internationalen U 14-Topturniers fanden Veranstalter, Zuschauer und nicht zuletzt die jungen Kicker an beiden Tagen beste Bedingungen vor.

Strahlender Sonnenschein liegt am Finaltag am Freitag über dem Merziger Blättelbornstadion, als sich die Nachwuchsteams des FC Porto und des FC Metz im Endspiel auf dem Kunstrasen einen heißen Kampf liefern. Tore bekommen die zahlreichen Zuschauer in der regulären Spielzeit allerdings nicht zu sehen – das Elfmeterschießen muss die Entscheidung bringen. Dort ist es der Metzer Torwart Alexis Mirbach, der mit zwei gehaltenen Strafstößen zum Helden avanciert. Als Etienne Grandjean um kurz nach 20 Uhr den letzten Elfmeter zum 4:3 ins linke untere Eck setzt, kennt der Jubel beim Nachwuchs des FC Metz keine Grenzen mehr.

„Es ist toll, die Jungs so ausgelassen feiern zu sehen“, sagt Trainer Gaetan Lenert, während sich seine Spieler nebenan in den Armen liegen: „Das ist das i-Tüpfelchen auf zwei tolle Tage, die wir hier verbracht haben. Die Jungs haben es super gemacht, ich freue mich sehr für sie“, verkündet er nach dem siebten Sieg im siebten Spiel ohne Gegentor voller Stolz.

Für Lenert ist es auch eine zumindest kleine Genugtuung, denn 2015 war sein damaliges Nachwuchsteam im Finale der Unglückliche in der Elfer-Lotterie gewesen. Diesmal durften die Franzosen als Nachfolger des FC Barcelona jubeln. Und der Kleinste von ihnen war am Ende der Größte: Matthéo Guendez, mindestens zwei Köpfe kleiner als das Gros der Mitspieler, wurde zum besten Spieler des Turniers gekürt. Als bester Torwart wäre auch der im Spiel unüberwindbare Metzer Mirbach infrage gekommen, diese Auszeichnung ging aber an den Schlussmann des besten deutschen Teams in Merzig: Benjamin Bußmann war mit seinen Paraden ein Garant dafür, dass Fortuna Düsseldorf im Reigen großer internationaler Namen bis ins Halbfinale vordrang. Dort fehlte den Fortunen beim knappen 0:1 gegen Porto allerdings etwas das Glück.

„Wir waren beim Gegentor leider nicht aufmerksam. Bei diesen heißen Bedingungen ist es umso schwerer, wenn man früh einem Rückstand nachlaufen muss“, konstatierte Trainer Dennis Waldinger. Dennoch überwog beim Nachwuchs des Bundesligisten die Freude über das Erreichte. Im Viertelfinale hatte Düsseldorf die hoch gehandelten Jungs von Inter Mailand aus dem Turnier gekegelt. „Mit unserer Platzierung und der Leistung sind wir sehr, sehr zufrieden. Es waren zwei tolle Tage“, sagte Waldinger.

Eine lohnende Erfahrung war das Merziger Turnier auch erneut für die Nachwuchsspieler von vier saarländischen Teilnehmern. Viel mehr als Achtungserfolge waren für sie zwar nicht drin, aber alleine die seltene Gelegenheit, sich mit solch namhaften Gegnern messen zu können, sorgte für Begeisterung. Die JFG Saarschleife unterlag zum Auftakt dem FC Bayern München nur knapp mit 1:2 und beschloss das Turnier mehr als respektabel mit einem 1:1 gegen Feyenoord Rotterdam. Die Spvgg. Merzig trotzte Halbfinalist Düsseldorf ebenso wie die SV Elversberg ein 0:0 ab, der 1. FC Saarbrücken durfte sich mit dem 2:0 über Werder Bremen gar über einen Sieg freuen.

Auch bei Veranstalter Sebastian Britz war die Laune deutlich besser als nach der vom Wetter gebeutelten Vorjahres-Auflage. „Es war wichtig, dass wir nach dem Unwetter 2018 wieder gestiegene Zuschauerzahlen verzeichnen konnten. Da stellt sich ein Stück weit Erleichterung ein“, so der Organisator, dem es dank der Hilfe von nicht weniger als 130 verschiedenen Sponsoren gelungen ist, erneut ein toll besetztes Turnier auf die Beine zu stellen. Das Budget der Veranstaltung belaufe sich inzwischen auf 75 000 Euro – doch ein Blick in die vielen strahlenden Kinderaugen in Merzig zeugt von einem Wert, der letztlich unbezahlbar sein dürfte.

Eine Schrecksekunde hatte es bei dem Turnier allerdings auch gegeben: Zwei Spieler des 1. FC Köln waren gegeneinander geknallt. Danach musste das Turnier unterbrochen werden, die Spieler wurden längere Zeit behandelt und dann ins Krankenhaus gefahren.

Das Team des FC Bayern schied übrigens in der Zwischenrunde gegen Inter Mailand und den VfL Wolfsburg aus,