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Ringer-Bundesliga: Heimatlos, aber angekommen

Ringer-Bundesliga : Heimatlos, aber angekommen

Der ASV Hüttigweiler findet sich in der 1. Liga gut zurecht. Am Samstag geht es in Welschbach gegen Aachen-Walheim.

Wie der KV Riegelsberg und der AC Heusweiler ist auch der ASV Hüttigweiler vor dieser Saison aus der 2. Ringer-Bundesliga in die 1. Bundesliga West eingeteilt worden. Dort hat sich die Mannschaft des Traditionsvereins aus dem Illtal bisher prima geschlagen. „Wir sind super in die 1. Bundesliga gestartet“, freut sich ASV-Cheftrainer Christoph Gall vor dem letzten Vorrundenkampf an diesem Samstag um 19.30 Uhr gegen den TV Aachen-Walheim. In der Welschbacher Welschbachhalle empfängt der Tabellenvierte (5:5 Punkte) den Dritten (8:2).

„Fünf Punkte aus fünf Kämpfen – wir sind in der 1. Liga angekommen. Der Schritt, in der Bundesliga anzutreten, war richtig, wir haben bis jetzt das Beste aus der Situation gemacht“, freut sich Griechisch-römisch-Trainer Gall, der von Freistil-Trainer Jürgen Weiskircher unterstützt wird. Der Start verlief dabei so richtig nach Maß. Nach Siegen in Heusweiler und im Heimkampf gegen den RC Merken stand der ASV in seiner fast 110-jährigen Vereinsgeschichte zum ersten Mal an der Spitze der 1. Liga. Nach einer Niederlage in Witten und einem 14:14 in Riegelsberg verloren die Hüttigweiler am vergangenen Samstag mit 1:28 bei Tabellenführer KSV Köllerbach. Das Resultat spiegelte für Gall den Kampfverlauf aber nicht wirklich wider.

Mit den moldawischen Neuzugängen Mihai Bradu und Alexandre Burca haben die Illtaler vor der Saison international erfahrene Athleten verpflichtet. Auch Denis Balaur, Mihai Esanu, Till Bialek und Mathias Schwarz zählen zu den Leistungsträgern, die schon Teampunkte einfuhren. Yannik Parisi ist bisher die positive Überraschung. Mit seinen Siegen gegen Merken und in Riegelsberg überzeugte er sowohl in ringerischer als auch in kämpferischer Hinsicht.

Der ASV muss noch drei bis vier Jahre durchhalten, um dann mit eigenen Nachwuchsringern wie Steven Ecker, Kevin Kremm, Marc Hoffmann, Jan Wolfanger, Mathis Jochum, Luca Taibi und Luca Reinshagen, die vereinzelt schon Bundesligaerfahrung gesammelt haben, in der Bundesliga aufzutreten, ist sich das Trainergespann sicher. Mit einem Handicap muss der ASV jedoch weiterhin leben. Wegen der bevorstehenden Sanierung der heimischen Illtalhalle mussten die Hüttigweiler Ringer vor der Saison in die benachbarte Welschbachhalle umziehen. „Unsere Trainingsmöglichkeiten sind deutlich eingeschränkt, sind nicht mehr bundesligagerecht“ bemängelt Gall. Gegen Walheim sieht er sein Team als Außenseiter und hofft, dass die neue Kampfstätte von den Fans so gut wie die Illtalhalle angenommen wird.