Gutes Pflaster Schweiz

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Die 10. Tour de Ski ist mit erwarteten Siegern gestartet. Die Favoriten gaben sich bei den Sprintrennen im schweizerischen Lenzerheide keine Blöße. Auch den deutschen Läufern gelang der erhoffte ordentliche Auftakt.

Zweimal einen Platz unter den besten Zehn, doch ein echtes Spitzenergebnis fehlt: Die deutschen Skilangläufer haben zum Auftakt der zehnten Auflage der Tour de Ski eine vordere Platzierung klar verpasst. Hanna Kolb (Buchenberg) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) liefen im Sprint in Lenzerheide /Schweiz jeweils auf Rang neun und sorgten damit für die besten Ergebnisse im Team des Deutschen Skiverbands (DSV).

"Ich bin schon zufrieden", sagte Kolb, "vor allem mein Viertelfinale war sehr stark besetzt, und im Halbfinale war es einfach verdammt knapp." Auch Langlauf-Cheftrainer Torstein Drivenes verbuchte das Abschneiden seiner derzeit besten Sprinterin als Erfolg. "Sie war ein bisschen zu defensiv am letzten Anstieg", sagte der Norweger: "Aber Rang neun ist absolut okay."

Bei den Männern landete Eisenlauer einen Achtungserfolg. Der 25-Jährige war nach Platz 18 in der Qualifikation etwas überraschend als Zweiter seines Viertelfinals ins Halbfinale vorgedrungen. "Ich hatte keine optimale Vorbereitung nach Weihnachten und bin dementsprechend sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte der 25-Jährige.

Um den Sieg auf der Kunstschnee-Loipe im schweizerischen Kanton Graubünden liefen allerdings andere. In einem mit zwei Schwedinnen und drei Norwegerinnen besetzten Finale setzte sich Maiken Caspersen Falla (Norwegen) souverän durch und übernahm auch die Führung im Gesamtklassement. Der Italiener Federico Pellegrino feierte bei den Männern seinen dritten Weltcup-Sieg im Sprint in Serie.

Im Kampf um die Gesamtwertung setzte Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby (Norwegen) mit Platz vier ein echtes Ausrufezeichen und beeindruckte damit die Konkurrenz um Rekord-Weltmeister Petter Northug , der überraschend im Halbfinale ausschied. Topfavoritin Therese Johaug (Norwegen) verbuchte trotz des Scheiterns im Viertelfinale als 15. ein für ihre Verhältnisse gutes Sprint-Ergebnis.

Die deutschen Athleten hatten in der Qualifikation ordentliche Leistungen gezeigt. Bei den Frauen schafften es neben der starken Kolb, die die fünftschnellste Zeit lief, auch Denise Hermann (Oberwiesenthal), Sandra Ringwald (Schonach) und Lucia Anger (Oberstdorf) in die nächste Runde, schieden dann jedoch umgehend aus. Bei den Männern qualifizierte sich neben Eisenlauer überraschend auch Thomas Bing (Rhön) für die Finalläufe.

An diesem Samstag geht die Tour de Ski in Lenzerheide auf ihre zweite Etappe. Mit den Massenstarts (13 Uhr/15 Uhr) stehen dabei die ersten Distanz-Rennen an. Im deutschen Team ruhen die Hoffnungen besonders auf der Vorjahres-Siebten Nicole Fessel (Oberstdorf), die zuletzt allerdings von einer Erkältung geschwächt wurde.

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