Erst ein Torrausch, jetzt Bayer 04 abfangen

Erst ein Torrausch, jetzt Bayer 04 abfangen

Hamburg. Beseelt vom Torrausch des höchsten Auswärtssieges ihrer Bundesliga-Geschichte wollen die Spieler des FC Bayern München ohne Umweg in die Champions League stürmen. "Seit Wochen kämpfen wir nur noch um das Mindestziel Platz drei

Hamburg. Beseelt vom Torrausch des höchsten Auswärtssieges ihrer Bundesliga-Geschichte wollen die Spieler des FC Bayern München ohne Umweg in die Champions League stürmen. "Seit Wochen kämpfen wir nur noch um das Mindestziel Platz drei. Das haben wir jetzt erreicht, nun lastet der Druck auf Bayer Leverkusen", sagte Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm nach der 8:1 (2:0)-Gala bei Absteiger FC St. Pauli. Zwar liegen die enteilt geglaubten Leverkusener nach dem 1:1 gegen Hamburg noch drei Punkte vor den Bayern, doch Bayer hat schon öfter am letzten Spieltag alles verspielt. Dazu kommt: München hat die bessere Tordifferenz."Ich will jetzt nach Hause und genießen, dass wir unser Minimalziel erreicht haben. Und vielleicht gibt es in der nächsten Woche noch was dazu", meinte Trainer Andries Jonker vielsagend. "Wir werden uns gut auf den VfB Stuttgart vorbereiten. Und dann hoffe ich, dass Freiburg gegen Leverkusen einen sehr guten Tag hat", ergänzte der Trainer.

Brisant ist, dass die Bayer-Profis in Freiburg gegen ihren künftigen Trainer Robin Dutt antreten. "Das spielt für meine Spieler und mich keine Rolle", sagt Bayer-Trainer Jupp Heynckes, der kommende Runde auf der Bayern-Bank sitzt. Wir sind schon lange auf dem zweiten Tabellenplatz und werden das auch nach dem 34. Spieltag sein", versprach er.

Dass die erfolgsverwöhnten Münchner doch noch einen Titel abräumen können, liegt an "Super Mario" Gomez. Der Stürmer stockte beim munteren Scheibenschießen mit drei Treffern sein Konto auf stattliche 27 Saisontore auf. Arjen Robben und Franck Ribéry (beide zwei) sowie Daniel van Buyten steuerten die weiteren Treffer in Hamburg bei.

Dass die St. Pauli-Fans ihren nun endgültig abgestiegenen Lieblingen Beifall spendeten, dürfte einmalig sein. Als der zu 1899 Hoffenheim wechselnde Aufstiegs-Held Holger Stanislawski zur Ehrenrunde durchs Stadion aufbrach, erhoben sich der Pauli- und der Bayern-Anhang und spendeten dem scheidenden Coach stehend Ovationen. "Das Spiel war wie ein Stich ins Herz", gestand der tief enttäuschte Stanislawski aber. dpa