| 21:07 Uhr

Ringer-Bundesliga
Personalsorgen vor dem „Derby schlechthin“

Nach zwei Jahren Pause ist Kevin Arend (in Rot), hier gegen den Köllerbacher Stanislav Kanev, wieder auf die Matte zurückgekehrt. Am Sonntag steht für ihn mit dem KV Riegelsberg das Derby gegen den AC Heusweiler an.
Nach zwei Jahren Pause ist Kevin Arend (in Rot), hier gegen den Köllerbacher Stanislav Kanev, wieder auf die Matte zurückgekehrt. Am Sonntag steht für ihn mit dem KV Riegelsberg das Derby gegen den AC Heusweiler an. FOTO: Andreas Schlichter
Riegelsberg. Der KV Riegelsberg empfängt am Sonntag den AC Heusweiler. Bei den Kämpfen der Teams geht es immer emotional zu. Von Patric Cordier

Kaum hat man sich so richtig an die Ringer-Bundesliga gewöhnt, geht sie schon in die WM-Pause. Zuvor stehen aber an diesem Wochenende zum Abschluss der Hinserie zwei Saarderbys auf dem Plan: Der ASV Hüttigweiler empfängt am Samstag den KSV Köllerbach (19.30 Uhr, Welschbachhalle), der KV Riegelsberg tritt Sonntag um 15 Uhr in der Riegelsberghalle gegen den AC Heusweiler an.


„Aufgrund der letzten Ergebnisse ist Heusweiler sicher in der Favoritenrolle – 60:40 würde ich es beziffern“, sagt Edgar Paulus, der sportliche Leiter der Riegelsberger, die große Personalsorgen haben. Georgij Zlatov hat sich einen Kreuzband- und Innenbandriss im Knie zugezogen, dazu das Schienbeinköpfchen gebrochen. Kevin Müller leidet an einem Bandscheibenvorfall, Deyvid Yankov hat zwei Rippen gebrochen, und Andreas Skodawessely laboriert an Knieproblemen. „Zumindest bei ihm haben wir Hoffnung, dass er zur Verfügung steht“, sagt Paulus, „jeder von uns will im Derby über sich hinauswachsen, aber es wird ein ganz schwerer Kampf.“

Vor allem bei den ganz schweren Jungs bis 130 Kilo griechisch-römisch. Da trifft Kevin Arend (KVR) auf Peter Himbert (ACH). „Peter ist ja von Haus aus ein Freistiler. Darum ist es wichtig, ihm griechisch-römisch aufzuzwingen. Mit verschiedenen Grifftechniken und in der Bodenlage sollte da was möglich sein. Aber wir kennen uns lange und gut, das macht es für keinen von beiden einfacher“, sagt der 26-jährige Arend, der zuletzt zwei Jahre wegen einer Verletzung und aus beruflichen Gründen fehlte, „es ist schon geil, wieder auf der Matte zu stehen. Aber ich merke schon noch den Rückstand, gerade in Sachen Kondition.“



Himbert hatte sich beim Kampf in Köllerbach einen Muskelfaserriss zugezogen, geht also seit Wochen mit Handicap auf die Matte. „Riegelsberg ist nie zu unterschätzen. Da sind immer viele Emotionen drin“, sagt der Familienvater, „Kevin und ich haben schon ein paar Schlachten geschlagen. Ich glaube, es steht auch relativ ausgeglichen.“ Auch andere beim AC Heusweiler hatten zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen. Am schwersten wiegt der Ausfall von Sebastian Janowski (86 Kilo griechisch-römisch) wegen einer Ellenbogenverletzung. „Es wird interessant, für unsere Zuschauer ist es das Derby schlechthin, und für mich ein Wiedersehen mit meinem Ex-Verein“, sagt Heusweilers Trainer Cacan Cakmak, der 2003 und 2004 für den KVR auf der Matte stand, „mit einem Sieg könnten wir uns etwas weiter nach vorne orientieren.“