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Das vergoldete Beachvolleyball-Projekt

Das vergoldete Beachvolleyball-Projekt

London. Julius Brink und Jonas Reckermann haben ihre Karriere gekrönt und als erstes europäisches Duo Gold bei Olympischen Spielen gewonnen

London. Julius Brink und Jonas Reckermann haben ihre Karriere gekrönt und als erstes europäisches Duo Gold bei Olympischen Spielen gewonnen. Das deutsche Duo ließ sich gestern Abend vor 15 000 Zuschauern von seinen brasilianischen Angstgegnern Alison Cerutti und Emanuel Rego nicht aufhalten und feierte mit dem 2:1 (23:21, 16:21,16:14) in einem packenden Spiel den größten Erfolg seiner Karriere. Damit konnten Brink und Reckermann im vierten Jahr ihrer gemeinsamen Karriere nach dem WM-Titel 2009 und den EM-Siegen 2011 und 2012 die wichtigste Krone erobern. Erst 2009 hatten sich Blockspezialist Reckermann und Abwehrexperte Brink zusammen getan, um sich den Traum von einer Olympia-Medaille zu verwirklichen. 2008 war Brink in Peking mit seinem damaligen Partner Christoph Dieckmann in der Gruppenphase gescheitert. Für Reckermann war mit Dieckmanns Zwillingsbruder Markus 2004 in Athen im Achtelfinale Schluss.Das Projekt Brink/Reckermann stand von Beginn an unter einem guten Stern. Gleich im ersten Jahr ihrer Partnerschaft holten sie den WM-Titel - als erstes europäisches Duo. Nach den EM-Siegen 2011 und 2012 schaffte das Duo nun das Kunststück, sich als erste Europäer Olympia-Gold zu sichern. Ganz cool hatten die Deutschen ihr britisches Abenteuer in Angriff genommen. "Das ist ein Turnier wie jedes andere. Es geht auch hier in London letztlich nur darum, den Ball auf den Boden zu bekommen", hatte der 33 Jahre alte Reckermann tief gestapelt. Auf dem Exerzierplatz der königlichen Reitstaffel war der gestrige Sieg gegen die Weltmeister für die beiden Rheinländer der aber der Höhepunkt ihrer Laufbahn. "Ich weiß nicht, was ich zu Hause zerstört hätte, wenn ich auf dem Heimweg nur meine Olympia-Akkreditierung um den Hals gehabt hätte", hatte der 30 Jahre alte Brink schon nach dem Halbfinale gesagt. dpa

Die Bronzemedaille ging an Martins Plavins und Janis Smedins (Lettland), die im Spiel um Platz drei Reinder Nummerdor und Richard Schuil (Niederlande) besiegten.