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BVB: Ohne Reus und Piszczek ins Abenteuerland Telemark

BVB: Ohne Reus und Piszczek ins Abenteuerland Telemark

Zwei Spiele gegen den norwegischen Provinzklub Odds BK trennen Borussia Dortmund noch vom Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Heute Abend soll dafür in Skien der Grundstein gelegt werden.

Die Reise ins Abenteuerland war so außergewöhnlich wie der Gegner: Mit zwei kleinen 30-sitzigen Turboprop-Flugzeugen machte sich Borussia Dortmund auf den Weg in die südnorwegische Provinz nach Skien, der Zwischenstation auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League. Mit an Bord zum Playoff-Hinspiel am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD ) bei Odds BK war eine große Portion Selbstvertrauen, es fehlten allerdings Nationalspieler Marco Reus und Lukasz Piszczek.

Die BVB-Delegation musste wegen der kurzen Landebahn in Skien, der Hauptstadt der Region Telemark, auf kleineres Fluggerät ausweichen, was der Stimmung nach dem glanzvollen 4:0-Start in die Bundesliga am vergangenen Samstag gegen Mönchengladbach aber keinen Abbruch tat. Selbst dem Auftritt auf dem ungewohnten Kunstrasen-Platz im nur 13 500 Zuschauer fassenden Skagerrak-Stadion sahen die BVB-Profis mit Gelassenheit entgegen.

Bei allem Respekt vor dem Rekord-Pokalsieger Norwegens (zwölf Mal) gibt es für Trainer Thomas Tuchel nur ein Ziel: den Einzug in die Gruppenphase. Klar ist, dass der Tabellenzehnte der Uefa-Clubrangliste nicht zuletzt nach den beiden souveränen Siegen in der dritten Qualifikationsrunde gegen den Wolfsberger AC (1:0 und 5:0) als haushoher Favorit in die Partien geht.

Dennoch haben sich die Borussen gut vorbereitet und wollen ihren sportlichen Höhenflug (vier Pflichtspiel-Siege, 12:0 Tore) in Norwegen fortsetzen. Fest steht, dass Weltmeister-Torhüter Roman Weidenfeller nach dem von Tuchel beschlossenen Job-Sharing mit Roman Bürki seinen zweiten Pflichtspiel-Einsatz bestreiten wird. Gar nicht erst mitgeflogen waren Lukasz Piszczek und Marco Reus , der sich im Spiel gegen seinen Ex-Verein aus Gladbach eine Sprunggelenk-Verletzung zuzog. Tuchel sagte dazu: "Eine reine Vorsichtsmaßnahme." Auf seinen ersten Einsatz in der Startelf des BVB wartet noch immer der elf Millionen Euro teure Königstransfer Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen ).