Paralympics-Siegerin Vervoort: Tod durch Sterbehilfe

Behindertensport : Paralympics-Siegerin stirbt mit Glas Sekt in der Hand

Die belgische Paralympicssiegerin Marieke Vervoort hat am Dienstag ihr Leben durch Sterbehilfe (Euthanasie) beendet. Das gab der Bürgermeister ihres Heimatortes Diest bekannt. Die 40 Jahre alte Para-Athletin litt an einer unheilbaren und extrem schmerzhaften Muskelkrankheit.

„Bis zu ihrer letzten Minute führte sie Regie über ihr Leben“, sagte ihr Leibarzt Wim Distelmans der Tageszeitung De Standaard. Sie starb, wie sie es gewünscht hatte, mit einem Glas Sekt in der Hand.

In ihrer Sportkarriere feierte Vervoort Erfolge in verschiedenen Disziplinen. Bei den Paralympics in London 2012 gewann sie als Handbikerin Gold über 100 Meter und Bronze über 200 Meter. 2016 in Rio de Janeiro eroberte sie Silber über 400 Meter und Bronze über 100 Meter. In dem Jahr landete sie bei der Wahl zum Sportler des Jahres in Belgien auf Platz zwei hinter Fußballstar Kevin de Bruyne vom englischen Topclub Manchester City.

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