1. Saarland

Zu viel Saarländisch gibt's nicht

Zu viel Saarländisch gibt's nicht

Ottweiler. "Kann es zu saarländisch sein?", mit dieser Frage begrüßte Professor Horst Schiffler, Leiter des Saarländischen Schulmuseums in Ottweiler, die Besucher. Eingeladen zur Autorenlesung war die saarländische Autorin Karin Klee, die in einem saarländischen Verlag ihre Bücher herausbringt und diese zudem auch noch teilweise in saarländischer Mundart

Ottweiler. "Kann es zu saarländisch sein?", mit dieser Frage begrüßte Professor Horst Schiffler, Leiter des Saarländischen Schulmuseums in Ottweiler, die Besucher. Eingeladen zur Autorenlesung war die saarländische Autorin Karin Klee, die in einem saarländischen Verlag ihre Bücher herausbringt und diese zudem auch noch teilweise in saarländischer Mundart. Doch, das war schnell allen Zuhörern klar, für einen echten Saarländer kann es gar nicht genug Saarland geben. Mitgebracht hatte die 1961 geborene gelernte Redakteurin verschiedene Werke, die eindrucksvoll ihre Entwicklung zeigten. An den Anfang der Lesung stellte Klee das 2007 erschienene Buch "Der Holländerkopf", eine Geschichte mit starkem Heimatbezug, die sich kritisch mit dem Leben in ihrem Dorf auseinandersetzt. Sehr viel humorvoller kamen die Gedichte daher, die Karin Klee mitgebracht hatte. Vor allem diejenigen, die sie in ihrer moselfränkischen Sprache verfasst hat. In dem Band "Frauenzimmer" hat Klee Teile ihrer Lyrik veröffentlicht. Die war entstanden, nachdem sie angefangen hatte, ihre Mundart als Alleinstellungsmerkmal in ihr Schaffen einzubeziehen. Zum besseren Verständnis hat die Autorin die Gedichte auch übersetzt. Als Abschluss hatte sie eine ebenfalls in ihrer Heimat spielende, nicht alltägliche Kriminalgeschichte mitgebracht. "Ich versuche mich in vielen Texten. Wichtig ist, dass es mir Spaß macht und dass ich immer Authentizität bewahre", erklärte Klee im anschließenden Gespräch mit den Zuhörern.