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Schon 100 Mal Leben gerettet

Schon 100 Mal Leben gerettet

Primstal. "Für mich macht Blutspenden einen dreifachen Sinn. Ich tue ein gutes Werk für meine Mitmenschen, habe stets eine Kontrolle über meine eigenen Blutwerte und gebe jungen Leuten ein Beispiel, es ebenso zu tun." Der 49-jährige Ernst Latz aus Kastel, der seit seinem 18. Lebensjahr Blutspender ist, ist in den über 30 Jahren 100 Mal zur Ader gelassen worden

Primstal. "Für mich macht Blutspenden einen dreifachen Sinn. Ich tue ein gutes Werk für meine Mitmenschen, habe stets eine Kontrolle über meine eigenen Blutwerte und gebe jungen Leuten ein Beispiel, es ebenso zu tun." Der 49-jährige Ernst Latz aus Kastel, der seit seinem 18. Lebensjahr Blutspender ist, ist in den über 30 Jahren 100 Mal zur Ader gelassen worden. Beim Ehrungsabend für die Spenderjubilare des Ortsvereins Primstal des Deutschen Roten Kreuzes wurde er mit einer Urkunde und einem Präsentkorb ausgezeichnet. Sein Vater, der ebenfalls Blutspender gewesen sei, habe ihm den Anstoß dafür gegeben. In den ersten Jahren sei er in Nonnweiler zum Spenden gegangen. "Seit mehr als 20 Jahren bin ich nun schon in Primstal. Von allen Terminen habe ich bisher nur einen einzigen nicht wahrnehmen können", sagte der Maschinenschlosser. Sein Beispiel hat auch auf seinen Sohn Kim abgefärbt, denn er wurde an diesem Abend für 25 Blutspenden ausgezeichnet. "Der Verein will Ihnen allen heute Abend danken", sagte Vereinsvorsitzender Bernd Scherer im Verlauf der Feier, zu der 38 Jubilare eingeladen waren. Bedingt durch die höhere Lebenserwartung der Menschen steige auch der Bedarf an Blut. Zur Zeit werde Tag und Nacht alle 15 Sekunden eine Blutkonserve benötigt. Seit dem 1. Januar sei das Alter für Erstspender heraufgesetzt worden. Sie könnten jetzt bis einen Tag vor ihrem 69. Geburtstag ihr Blut zur Verfügung stellen. Mehrfachspender hätten bis zum 71. Lebensjahr dazu Gelegenheit, nach ärztlicher Untersuchung sogar länger. Immer habe das Primstaler Rote Kreuz Wert auf Nachwuchs gelegt, damit die Zahlen bei den Blutspendenterminen stabil bleiben, sagte Scherer. "Das funktioniert aber nur über die persönliche Ansprache." Unter den 14 jungen Leuten, die für zehn Blutspenden geehrt wurden, war auch der 20-jährige Mathias Barth. "Ich wurde durch meine Mutter angeregt, mein Blut zur Verfügung zu stellen, weil sie ebenfalls dabei ist", erzählte der junge Mann. "Schon von Kind auf hatte ich mir fest vorgenommen, ab dem 18. Lebensjahr zur Blutspende zu gehen. Das habe ich auch gemacht und werde, solange es nur geht, dabei bleiben." Der nächste Spendentermin ist Freitag, 26. Februar, 16.30 bis 20.30 Uhr, in der Ringwallschule Primstal. gtr

Auf einen BlickDie geehrten Blutspender beim Roten Kreuz Primstal: 100 Spenden: Ernst Latz. 75 Spenden: Günter Wagner. 60 Spenden: Albrecht Holz, Hildegard Kasper. 50 Spenden: Sophia Clasen-Emmerich, Erwin Feider, Theresia Feit, Horst Kugler, Alwin Kuhn. 40 Spenden: Klaus Backes, Bettina Feist, Eugen Gutfreund, Anja Horn, Anton Kallenborn, Thomas Meyer, Lothar Pesch. 25 Spenden: Thomas Backes, Erika Biegner, Josef Gläser, Martina Heinz, Judith Kurz, Kim Latz, Franz Marx, Rainer Meyer. Zehn Spenden: Mathias Barth, Michael Bock, John Colling, Uwe Ernst, Karina Feit, Jennifer Fries, Frank Grütz, Thomas Kiefer, Ralf Josef Klasen, Sandra Kuhn, Kornelia Ludwig, Nadine Thome, Anika Zarth, Jörg Zarth. gtr