Glitzernde Zeitzeugen

Freisen zählte zu den Orten im Saarland, wo die schönsten Mineralien gefunden wurden. Es gilt als historisch sehr wahrscheinlich, dass bereits im Altertum Mineralien aus Freisen und Umgebung als Handelsgut dienten. Durch die einsetzende Industrialisierung und die damit verbundene Möglichkeit, das Einkommen leichter zu erringen, ging das Interesse der Bevölkerung an der Achatgräberei zurück

Freisen zählte zu den Orten im Saarland, wo die schönsten Mineralien gefunden wurden. Es gilt als historisch sehr wahrscheinlich, dass bereits im Altertum Mineralien aus Freisen und Umgebung als Handelsgut dienten. Durch die einsetzende Industrialisierung und die damit verbundene Möglichkeit, das Einkommen leichter zu erringen, ging das Interesse der Bevölkerung an der Achatgräberei zurück. Heute ist Freisen trotzdem das Ziel zahlreicher Mineralienfreunde aus der ganzen Welt. Zur Mineraliensuche steht gegen eine geringe Leihgebühr geeignetes Werkzeug zur Verfügung. Ab 1. April ist das Edelsteindorado wieder für alle Schatzsucher geöffnet.Viele Funde aus der Umgebung sind im Mineralogischen Museum ausgestellt. Untergehende Sonne Die "Untergehende Sonne", ein prachtvoller Achat, gehört zu den Highlights des Mineralogischen Museums in Oberkirchen. Die beeindruckende Sammlung des Museums umfasst rund 1500 Steine aus über 90 verschiedenen Arten. Besonders stark vertreten sind Achate, Jaspis, versteinertes Holz sowie verschiedene Kristalle, Quarze, Amethyst, Rauchtopas und Aquamarine.Hervorgegangen ist das Mineralogische Museum aus einem 1948 von dem leidenschaftlichen Sammler Augustinus Stein gegründeten Privatmuseum. Schon 1920 hatte der in Sien bei Idar-Oberstein geborene Mineralienkenner seine Liebe zu schönen und seltenen Steinen entdeckt. Fündig wurde Stein nicht zuletzt in der Umgebung von Freisen. Ab 1970 führte Marga Alles, die Nichte von Augustinus Stein, das Lebenswerk ihres Onkels fort. red