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Auf der Sommerrodelbahn ist noch Platz

Auf der Sommerrodelbahn ist noch Platz

Die vielen Regenschauer in diesen Wochen haben bei der Sommerrodelbahn in Braunshausen kräftig auf die Bremse getreten. Der Eigenbetrieb der Gemeinde Nonnweiler will künftig mit seinem touristischen Potenzial als Ganztagsausflugsziel stärker in den Fokus rücken.

Die anhaltende Regenzeit in den zurückliegenden Wochen war für Jörg Feis, den Werkleiter der Sommerrodelbahn in Braunshausen , eine kalte Dusche. "Teilweise hatten wir zwölf Regenschauer pro Tag und kurz vor dem 1. Mai hat es noch einmal geschneit", klagt Feis. Ständig hat der Werkleiter deswegen den Fahrbetrieb der Sommerrodelbahn einstellen müssen. Das schlägt sich in den Besucherzahlen deutlich nieder. Im April hat die Bahn 63 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr verzeichnet, im Mai drei Prozent. "Der Juni läuft noch, und deshalb hoffen wir, am Ende des Jahres noch ohne Defizit aus der Nummer rauszukommen.

Die Witterungsbedingungen machen uns aber nicht wirtschaftlich angreifbar", erklärt Feis erleichtert. Der Wintersportbetrieb ist vor drei Jahren am Hang des Peterberges eingestellt worden. "Es war wichtig, dass wir damals eine grundlegende Entscheidung getroffen haben", meint er dazu. Die Sommerrodelbahn, so Feis, habe touristisches Potenzial und soll als Ganztagsausflugsziel in den Fokus gerückt werden. "Wichtig ist, dass wir noch stärker bekannt machen, dass wir über ein regionales Angebot für die Einheimischen verfügen", betont er. Denn bislang sei sie eher bei Leuten aus Saarbrücken bekannt als bei Einheimischen. "Wir haben die steilste Bahn weit und breit, und die gesamte Einrichtung ist in die Naturlandschaft eingepasst", stellt Feis fest.

Ein Plan für eine zusätzliche zweite, witterungsunabhängige Bahn liege seit 2007 in der Schublade, könne jedoch aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden. Neben der 1000 Meter langen Abfahrtsstrecke der Sommerrodelbahn bieten die Wellen- und Höhlenrutschen sowie die Bungee-Trampolinanlage Spaß für Kinder und Erwachsene. Als enorme Aufwertung und optimale Ergänzung der Freizeitanlage bezeichnet Feis den neuen Themenspielplatz "Druidendorf". Feis: "Der Spielplatz unterstreicht, dass wir ein Ausflugs-ziel für die ganze Familie sind." Steigt ein Fahrgast am Fuße des Peterbergs in einen Schlitten, so dauert der Transport zur Bergstation sechs Minuten. Eine Einsteigemöglichkeit gibt es seit 2012 auf dem 584 Meter hohen Peterberg nicht mehr. "Wir wollten die Sommerrodelbahn als Sportanlage behalten", berichtet Feis. Laut einem Gutachten ist die Anlage mit dem Ein- und Aussteige-Bahnhof als Transportrodelbahn eingestuft worden, die in dieser Form für den Personenverkehr nicht zugelassen ist. "Wir haben deshalb gehandelt, sonst wäre die Betriebserlaubnis verloren gegangen", so Feis.

Seit Oktober 2015 hat sich an der leer stehenden Peterberg-Kneipe nichts getan. "Die Bergstation ist als touristisches Ziel sehr interessant, diesbezüglich befinden wir uns in der Meinungsbildung ", lässt der Werkleiter durchblicken. Gefunden werden müsse eine tragbare Lösung, die dem gesamten Standort nützt und ihn langfristig erhält. Kurzfristig hofft Feis nun auf sommerliches Wetter. Die Saison am Peterberg läuft noch bis 29. Oktober.

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Auf einen Blick Öffnung der Sommerrodelbahn: Mittwoch bis Samstag, jeweils von 13 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertage, jeweils 10 bis 18 Uhr, Juli und August, jeweils 10 bis 18 Uhr. Öffnungszeiten im Oktober werden Licht- und Wetterverhältnissen angepasst. Die Öffnungszeiten sind witterungsabhängig. Bei Nässe oder unbeständigem Wetter ist der Bahnbetrieb nicht möglich. Witterungsbedingte Absage, Verschiebung oder Einstellung des Bahnbetriebes wird über den Ansagedienst bekannt gegeben. Telefon (0 68 73) 9 11 34.frf