Erfolgreich und bodenständig

Gleich dreifachen Grund zu feiern hatte die Primstaler Firma Kasper-Aufzüge. Das Unternehmen besteht 2016 seit 70 Jahren. Markus Kasper tritt als Gesellschafter in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters. Und zudem hat die Firma einen neuen, hochmodernen Standardaufzug entwickelt. Grund genug, dies mit zahlreichen Gästen und Mitarbeitern in der Firmenhalle zu feiern.

Die Zahlen sprechen für sich, die Geschäftsführer Patrick Müller bei der Geburtstagsfeier nannte. Mehr als 20 000 Aufzugsantriebe hat die Firma Kasper-Aufzüge gebaut und diese in 34 Länder der Welt geliefert. Mehr als 2000 Aufzüge hat das Unternehmen mit seinen zurzeit 75 Mitarbeitern gefertigt, vom 50 Kilogramm tragenden Küchenaufzug bis zum Lastenaufzug, der zehn Tonnen heben kann. In den 70 Jahren des Bestehens wurden mehr als 400 junge Menschen ausgebildet.

"Wir sind das größte mittelständische Aufzugsunternehmen in Südwestdeutschland", unterstrich Müller mit ein wenig Stolz. "Und wir haben mit die höchste Fertigungstiefe." Will heißen, die Mitarbeiter bauen viele Teile selbst, individuell nach den Wünschen der Kunden. Müller: "Wir konstruieren, entwickeln, montieren und bieten den Service rund um unsere Aufzüge."

"Ich kann nie mehr mit einem Aufzug fahren, ohne an Sie zu denken", sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger angesichts dieser engagierten Präsentation des Geschäftsführers. Die Entwicklung der Firma "ist eine Erfolgsgeschichte", betonte die Ministerin. Es sei eine Meisterleistung, wenn es gelinge, ein Unternehmen in die nächste Generation zu führen, sagte Rehlinger mit Blick auf den neuen Mitgesellschafter Markus Kasper. Zum einen sei das Unternehmen bodenständig, auf der anderen Seite habe es die Offenheit, sich für die Zukunft weiterzuentwickeln. Rehlinger: "Ich glaube, dass Sie gut aufgestellt sind."

Das sieht auch der Nonnweiler Bürgermeister Franz Josef Barth so: "Die Familie Kasper aus Primstal zählt zu den Unternehmerpersönlichkeiten in der Gemeinde. Nonnweiler kann auf seine einheimische Wirtschaft bauen." Kasper Aufzüge sei tief verwurzelt in Primstal , lobte der Bürgermeister.

70 Jahre, das sei ein gemeinsamer Erfolg, auch der Mitarbeiter, sagte Seniorchef Alois Kasper in seiner Begrüßung. Er ging wie Patrick Müller kurz auf die Geschichte der Firma ein, die sein Vater am 1. Dezember 1945 als Hebezeugfabrik gegründet hat. Förderbänder, Flaschenzüge, ja sogar Schubkarren wurden damals gefertigt. Mitte der fünfziger Jahre erfolgte die Spezialisierung auf den Aufzugsbau. Mehrere Patente hat das Unternehmen entwickelt, unter anderem für den Außenläuferantrieb.

Auch heute investiert Kasper-Aufzüge in die Weiterentwicklung der Technik. So stellten Kasper und Müller bei der Jubiläumsfeier erstmals einen neuen Standardaufzug vor.

Auch Alois Müller legte ein klares Bekenntnis für seinen Heimatort ab: "Wir leben hier, sind hier groß geworden. Wir bleiben Primstal erhalten als größter Aufzugsbauer in der Region."