Als Zuschauer zum Titelgewinn?

Die SG Perl-Besch war in dieser Saison ohne Frage das Maß aller Dinge in der Fußball-Landesliga West. An diesem Wochenende kann das Team von Trainer Maik Sieren bereits vorzeitig die Meisterschaft einfahren. Unter Umständen sogar, ohne überhaupt etwas dafür zu tun.

Die sofortige Rückkehr der SG Perl-Besch in die Fußball-Verbandsliga ist eigentlich keine Frage mehr. Seit Mittwoch liegt das Team des Trainerduos Maik Sieren und Andreas Herbst mit satten zehn Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der Landesliga West. Damit benötigt die Mannschaft aus den verbleibenden vier Partien nur noch einen Sieg, um den Titel endgültig einzutüten. Allerdings besteht sogar die Möglichkeit, dass Perl-Besch schon einen Tag vor dem kommenden Heimauftritt gegen den SV Bardenbach (Sonntag, 15 Uhr) und ohne eigenes Zutun die Meisterschaft feiern darf: Der letzte verbliebene Konkurrent SV Schwemlingen-Ballern spielt bereits an diesem Samstag ab 16.30 Uhr beim Tabellenvierten SSV Überherrn.

Strauchelt der Verfolger?

Sollte der Verfolger aus den Saarwiesen bei der heimstarken Eintracht verlieren, ist das Titelrennen bereits entschieden. "Wir werden wahrscheinlich schon nach Überherrn fahren und uns das Spiel dort anschauen. Unmöglich ist es schließlich nicht, dass Schwemlingen dort verliert", verrät Sieren. Wobei es dem Perler Urgestein insgeheim doch lieber wäre, wenn sein Team erst am nächsten Tag mit den Feierlichkeiten beginnen dürfte: "Ich würde mich mehr freuen, wenn Schwemlingen gewinnt und wir es dann am Sonntag aus eigener Kraft schaffen. Es ist doch viel schöner, daheim vor den eigenen Fans die Meisterschaft zu feiern, als irgendwo sonst."

Doch auch, wenn der Titelgewinn bereits am Samstag feststehen sollte, verspricht Sieren, dass es keine überlange Partynacht und somit keine Wettbewerbsverzerrung geben wird: "Wir werden uns so oder so voll auf das Spiel gegen Bardenbach konzentrieren. So viel Fairness muss sein. Das ergibt sich sowohl aus meiner sportlichen Einstellung heraus als auch aus der der Jungs."

Zu Hause eine Macht

Und außerdem wäre da ja noch das Ziel, die Saison mit einer makellosen Heimbilanz zu beenden. Bis jetzt hat die SG 13 Siege aus 13 Partien auf dem heimischen Rasenplatz in Besch zu Buche stehen, bei einem sagenhaften Torverhältnis von 71:11 Treffern. Diese stolze Ausbeute muss der Spitzenreiter nun aber gegen das beste Auswärtsteam der Liga verteidigen. Mit neun Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage liegt Bardenbach in dieser Statistik sogar noch vor dem designierten Meister. Und überhaupt hat Sieren für den bärenstarken Liganeuling ausschließlich lobende Worte übrig: "Bardenbach spielt als Aufsteiger eine Riesensaison. Schon unser 4:2-Sieg im Hinspiel war eine verdammt enge Angelegenheit und auch diesmal werden sie uns sicher alles abverlangen", erwartet der 41-Jährige eine schwere Aufgabe. Ein solcher dürfte die anstehende Meisterfeier dann in jedem Fall werden - ob nun am Samstag oder erst später.