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Theley setzt auf die Heimstärke

Theley setzt auf die Heimstärke

Auf drei Punkte ist der Vorsprung des Fußball-Verbandsligisten VfB Theley zur Abstiegszone geschmolzen. Es wird also Zeit, nachzulegen. An diesem Samstag schaut der Kreisrivale Hellas Marpingen zum Derby im Schaumbergstadion vorbei.

Eines steht nach 26 Spieltagen bereits fest: Mit dem FC Freisen muss eine Mannschaft aus dem Kreis St. Wendel die Fußball-Verbandsliga am Saisonende verlassen. Doch wird sie noch ein weiteres Kreisteam begleiten? Der elftplatzierte FC Hellas Marpingen hat sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, der Tabellen-13. VfB Theley aber nur ein dünnes Drei-Punkte-Polster.

An diesem Samstag um 16.30 Uhr treffen beide Teams im Theleyer Schaumbergstadion aufeinander. "Wir sind in der Rückserie auf eigenem Platz noch ungeschlagen, diese Bilanz wollen wir gegen Marpingen ausbauen", kündigt der verletzte VfB-Spielertrainer Georg Amann an.

Genau das will der FC Hellas mit aller Macht verhindern. "In unserer Situation sind drei Punkte in Theley Pflicht", sagt der Marpinger Trainer Frank Kessler. Zuletzt präsentierte der FC Hellas ein Kontrastprogramm. Zweimal wurde ein Tabellenführer gekippt, dann folgte eine 0:4-Schlappe beim Vorletzten Palatia Limbach. Am Mittwoch ging Marpingen im Heimspiel gegen St. Ingbert mit 1:4 baden. "In den ersten 20 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Ein klarer Elfmeter ist nicht für uns gepfiffen worden", ärgerte sich Kessler. Stattdessen ging St. Ingbert mit 2:0 in Führung. Durch ein Weitschusstor aus 30 Metern von Florian Theobald kam Marpingen in der 69. Minute kurz ins Spiel zurück, dann aber gab es eine kalte Dusche. "Beim Tor zum 1:3 ist ein Rückpass verhungert", bemängelte Kessler. Simon Plein flog anschließend mit Gelb-Rot vom Platz und Marpingen kassierte noch den Treffer zum 1:4.

Theley holte beim 2:2 in Schiffweiler den angepeilten Punkt. "Die erste Halbzeit war sehr gut, wir hatten das Spiel unter Kontrolle", sagte Amann. Timo Atz brachte den VfB aus 20 Metern mit 1:0 in Führung (19.). Kevin Appleby (36.) verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:0. Matthias Schneider war zuvor gelegt worden. "Wir haben dann aber das dritte Tor nicht gemacht und sind so unter Druck geraten", erzählte Amann. Schiffweiler gelang noch der 2:2-Ausgleich.

Auf Verbandsliga-Abschiedstour befindet sich bereits Schlusslicht FC Freisen. Beim 2:4 gegen die DJK Bildstock holte sich der Absteiger seine 21. Saison-Niederlage ab. Luca Schmidt (erste Minute) und Tobias Haupt (26.) sorgten bis zur Pause für einen 2:0-Vorspung. "Das war zu wenig. Bei unseren Torchancen hätten wir viel höher führen müssen", klagte FCF-Trainer Sascha Bottelberger. Eine Minute nach der 3:2-Gästeführung (67.) flog Jannis Weingarth mit der Roten Karte vom Platz, Patrick Clos (87.) sah später noch Gelb-Rot. Mittlerweile hat es 97 Mal im Freisener Kasten eingeschlagen. An diesem Sonntag ist der FCF bei Spitzenreiter SV Merchweiler im Einsatz, wo die 100-Gegentore-Marke geknackt werden könnte.