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Keltenpark: Kreistag stößt Nationalparktor weit auf

Keltenpark : Kreistag stößt Nationalparktor weit auf

Der Landkreis St. Wendel sieht im Besucherzentrum am Hunnenring eine wichtige Investition für die Region.

(vf) Der Landkreis St. Wendel beteiligt sich am Bau und an der Unterhaltung des saarländischen Besucherzentrums des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Den entsprechenden Grundsatzbeschluss fasste der Kreistag in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig (wie bereits kurz gemeldet). Das sogenannte Nationalparktor wird im Keltenpark am Fuße des Hunnenringes bei Otzenhausen errichtet.

Für den Bau des Besucherzentrums seien Investitionen in einer Größenordnung von 4,5 bis fünf Millionen Euro vorgesehen, sagte Landrat Udo Recktenwald. Im Keltenpark wird es zwei Ausstellungen zum Thema Kelten geben, eine im Gebäude und eine unter Einbeziehung der Nachbauten im Keltendorf. Thematisiert wird auch die historische Waldnutzung im Gegensatz zu der heutigen im Nationalpark.

Das Besucherzentrum wird mit einem Informationsschalter, Veranstaltungs- und Sanitärräumen ausgestattet. Zudem gibt es Gastronomie und einen Verkaufsshop. Auch wird hier eine Außenstelle des Nationalpark-
amtes eingerichtet. Das Zentrum wird zum Ausgangspunkt für Touren in den Park, zu dem ja auch die keltische Festungsanlage gehört.

Für den Bau und die Unterhaltung des Nationalparktores wird ein Zweckverband gegründet. Dem gehören das Saarland, der Landkreis St. Wendel und die Gemeinde Nonnweiler an. Das Land übernimmt 70 Prozent der Investitionskosten, zehn Prozent kommen vom Landkreis, den Rest muss Nonnweiler aufbringen. Wobei es hier eventuell noch Bedarfszuweisungen des Innenminsiteriums geben könne, sagte Recktenwald. Die Unterhaltungskosten teilen sich die drei Partner des Zweckverbandes. Wobei die Zuschusshöhe laut Recktenwald noch nicht abschließend geklärt ist.

Der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald unterstützt das Vorhaben „Nationalparktor“ – auch finanziell. Foto: Frank Faber

„Das saarländische Tor zum Nationalpark ist ein absolutes Highlight, eine Leitivestition für die touristische Entwicklung im Land“, unterstrich SPD-Fraktionsvorsitzender Magnus Jung die Bedeutung des Projektes. Davon könne die ganze Region profitieren.

„In diesem Projekt stecken viele Chancen“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Spaniol. Mit dem Grundsatzbeschluss setze man ein Signal, dass sich der Landkreis bei der Errichtung und der Finanzierung des laufenden Betriebes beteiligen werde. „Für mich ist das heute wie ein zweites Geburtstagsfest“, freute sich Grünen-Kreistagsmitglied Lars Schlaup

Insgesamt drei Besucherzentren  bilden die Eingangstore des grenzüberschreitenden Nationalparkes Hunsrück-Hochwald. Die beiden auf rheinland-pfälzischer Seite gibt es schon, so das Hunsrückhaus am Erbeskopf und das Freigehege Wildenburg bei Kempfeld.