1. Saarland
  2. Saarlouis

Weniger Arbeitslose im Landkreis Saarlouis

Arbeitsmarkt : Weniger Arbeitslose im Landkreis Saarlouis

Die Arbeitslosenquote im Kreis Saarlouis ist von 5,8 Prozent im August auf 5,5 Prozent im September gefallen. Auch im Vergleich zum Vorjahr gibt es weniger Arbeitslose.

Im September waren im Landkreis Saarlouis 5784 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 220 weniger als im August. Gegenüber August 2020 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 460 oder 7,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug im September 5,5 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 5,8 Prozent und vor einem Jahr bei 5,9 Prozent.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, Monat für Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Dynamik. Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung. So hat sich die Zahl derjenigen, die im aktuellen Monat ihren Job verloren haben, gegenüber dem Vormonat verringert. Im September meldeten sich 388 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 89 weniger als im August. Andererseits konnten mehr Menschen eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit dadurch wieder beenden. Im September haben 461 Personen eine neue Arbeitsstelle angetreten, 90 mehr als im August.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit bei allen betrachteten Personengruppen zurückgegangen. Beim Abstand zum Vorjahr zeigten sich jedoch Unterschiede. Im September waren 3307 Männer und 2477 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang zum Vormonat von 1,6 Prozent bei den Männern und 6,3 Prozent bei den Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Männern stärker von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren als die Frauen (Männer: minus 8,4 Prozent, Frauen: minus 5,9 Prozent,). Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im aktuellen Monat bei 227. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 18,6 Prozent reduziert. Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit zum Vorjahr ist beträchtlich (minus 42,5 Prozent).

2163 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl ist gegenüber dem Vormonat geringfügig zurückgegangen (minus 2,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr gab es einen geringfügigen Anstieg (plus 1,1 Prozent). Die Zahl derer, die bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind, betrug im September 2606. Der Bestand an Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum August zwar zurückgegangen (minus 0,5 Prozent), gegenüber September 2020 ist jedoch ein deutlicher Anstieg festzustellen (plus 29,1 Prozent)

In den beiden Rechtskreisen ist die Arbeitslosigkeit in den vergangenen vier Wochen gesunken. In der Arbeitslosenversicherung, die in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit Saarland liegt, waren im September 2237 Personen arbeitslos gemeldet, 180 weniger als im Vormonat und 882 weniger als vor einem Jahr. Die entspricht einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von über einem Viertel. In der Grundsicherung, für die das Jobcenter Saarlouis zuständig ist, waren 3547 Arbeitslose registriert, 40 weniger als im August und 422 mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 13,5 Prozent binnen Jahresfrist.

In den vergangenen vier Wochen meldeten die Unternehmen im Landkreis Saarlouis 435 neue Stellen. Die meisten neuen Stellen wurden im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Zeitarbeit und im Verarbeitungs-Gewerbe gemeldet. Aber auch in anderen Branchen bot sich Jobsuchenden ein Angebot an offenen Stellen, insbesondere im Handel, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Gastgewerbe, im Baugewerbe, im Öffentlichen Dienst, im Bereich Erziehung und Unterricht und im Bereich Verkehr und Lagerei. Seit Jahresbeginn wurden 4139 offene Stellen gemeldet. Das war fast ein Viertel mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen lag weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert (plus 43,8 Prozent). Im Bestand wurden 2393 offene Arbeitsplatzangebote gezählt.

Im Landkreis Saarlouis haben im September sechs Unternehmen für 242 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Wie viele Unternehmen und Beschäftigte sich tatsächlich in Kurzarbeit befanden, kann erst nach einer Wartezeit gesichert ausgewertet werden.

Endgültigen statistische Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme liegen nun für den Monat März vor. So waren in diesem Monat 858 Unternehmen und 10.164 Menschen in Kurzarbeit. Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, werden Hochrechnungen zur Inanspruchnahme der Kurzarbeit auf Basis vorläufiger Daten vorgenommen. Laut Hochrechnung haben im April 777 Unternehmen für 9.789 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.