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| 19:08 Uhr

Zauberer – das Zauberwort, das Türen öffnete

Hier ahnt Jenny noch nicht, worüber Zauberer Maxim Maurice mit Magier Siegfried in Las Vegas gesprochen hatte. Foto: Jose Martinez
Hier ahnt Jenny noch nicht, worüber Zauberer Maxim Maurice mit Magier Siegfried in Las Vegas gesprochen hatte. Foto: Jose Martinez FOTO: Jose Martinez
Schwalbach. Das Zauberwort war hier, wenig überraschend: Zauberer. Es öffnete dem Zauberer Maxim Maurice die Tür zu seinem, wie er sagt, „schönsten Tag bisher in meinem Leben“. Dem bald vielleicht nur noch zweitschönsten. Johannes Werres

. Maxim Maurice, bürgerlich Philipp Daub, 26, ursprünglich aus Roden, ist längst Berufszauberer. Deutscher Vizemeister für Großillusionen. Organisiert internationale Zauberer-Kongresse, zaubert 2017 auf dem Kreuzfahrtschiff Aida, seine Shows im Theater am Ring in Saarlouis waren stets ausverkauft.

Kürzlich machte er mit Freundin Jenny einen Trip in die USA. Las Vegas, zehn Shows in fünf Tagen, sieben Zaubershows dabei. Zauberer-Weiterbildung. Eine Show, "die beste, die ich je gesehen habe" , sagt Maxim, war die seines großen Vorbildes David Copperfield .

Beim Ticketkauf fragte Maxim nach dem Manager. Einmal mit dem wohl berühmtesten Zauberer der Welt sprechen können, ob das geht? "Ich fragte die eine der vielen Mitarbeiterinnen, die etwas mehr Technik am Ohr hatte und am wichtigsten aussah." Treffer. Der Manager wurde gefunden, und er fotografierte die Zauberer-Visitenkarte von Maxim. "Bleibt nach der Show sitzen!" Und tatsächlich, "wir wurden in einen Raum geführt, und da war er. Er freute sich, mit einem Zauberer aus Deutschland zu reden und wollte wissen, wie mir die Show gefallen hat."

Maxim Maurices Antwort spricht Bände: Als Profi-Zauberer "fehlt mir inzwischen das Staunen, das man im Publikum spürt, aber Copperfield hat es geschafft, dass auch ich es wieder gefühlt habe." Zum Beispiel mit einem Dino, den Copperfield erscheinen ließ, alle Knochen bewegten sich beim Schweben. Copperfield war dann schnell wieder weg, der Tag noch nicht ganz perfekt.

Angefangen hatte der Tag mit einer Begegnung mit dem zweiten Zauber-Weltstar in Las Vegas, Siegfried des Duos Siegfried und Roy. Die aus Deutschland stammenden Illusionisten wurden mit ihren weißen Tigern und mit ihren Löwen weltbekannt. In Las Vegas hat es nie eine Show gegeben, die besser besucht war als ihre. Bis 2003 ein Unfall mit einem der weißen Tiger die Magier-Show beendete.

"Siegfried hatte Tränen in den Augen, als wir ihn nach Roy fragten", erzählt Maxim, "obwohl der Unfall, der ihn halbseitig lähmte, schon so lange zurückliegt."

"Maxim" Philipp und Jenny hatten sich vorgenommen, den "Secret Garden" in Vegas zu besuchen, dort sieht man unter anderem die weißen Tiger, und zu schauen, ob Siegfried nicht auch da sei.

Auch hier Mitarbeiterinnen an der Kasse, die Zauberer-Visitenkarte hervorgezogen. Ob Siegfried heute komme, wisse niemand. Er melde sich ja nicht an. Kommt doch in einer Stunde noch mal. Kamen sie und standen im Garten. Und jetzt? Dann wurde ihnen bedeutet, er sei gleich da. "Ich war wirklich aufgeregt." Dann erschien der 77-Jährige tatsächlich. "Und er freute sich richtig, dass ihn ein junger Zauberer aus Deutschland besuchte. Sofort waren Leute um uns herum, Autogramme, Fotos. Kommt doch später noch mal, forderte Siegfried die beiden jungen Saarländer auf.

25 Minuten redeten sie, Siegfried fragte nach Deutschland, nach Maxims Zaubershows. "Ich konnte es kaum glauben." Zaubern, sagte der Magier im Ruhestand, sei das "Wunderbarste, das man tun kann".

Und dann ließ Maxim Freundin Jenny mal beiseite ("ich muss noch was Berufliches mit ihm besprechen"). In Wirklichkeit erzählte Maxim dem Star-Illusionisten, dass er seiner Jenny an diesem Tag einen Heiratsantrag machen wolle. Ob er eine Idee für einen besonders schönen Ort habe. Doch Jenny kam dazwischen, Maxim fürchtete, Siegfried würde ihm nun unbeabsichtigt die Überraschung verderben. Tat er aber nicht. Ob Jenny denn wisse, dass weiße Tiger Glück bringen, sagte Siegfried, und dass es ein ganz besonderer Tag sei, weil man sich hier so getroffen habe, und er sprach zu den Beiden von einer magischen Zukunft. Zauberte für Jenny gar eine güldene Münze hervor.

Die junge Frau fand das schön, den richtigen Reim aber konnte sie sich darauf nicht machen. Erst abends, nach dem Besuch bei Copperfield, als Maxim sie unter einem Vorwand in ein bestimmtes Hotel geführt hatte; als sie dort auf einem kleinen Balkon an einem Wasserfall stand (man ist in Las Vegas!), und als Maxim sie fragte: Weißt du noch, was Siegfried heute Vormittag gesagt hat? - Da wurde ihr klar, was nun kommen würde. "Sie hat Ja gesagt", erzählt Philipp, "Es wurde der perfekte Tag."