Schwalbach: Landesbeste Auszubildende als Friseurin: Katharina Kiefer

Landesbeste Auszubildende : Katharina Kiefer bleibt liebend gern

Den rührenden Antrag ihrer Chefinnen, im Ausbildungsbetrieb zu arbeiten, konnte die Landesbeste nicht ablehnen.

„Friseur war schon immer mein Traumberuf, meine Mama ist Friseurin, und nun bin ich es auch“, erzählt Katharina Kiefer aus Schwalbach, die 2018 ihre Ausbildung zur Friseurin als Landesbeste absolvierte. Die 26-Jährige arbeitete zwei Jahre Vollzeit als gelernte Versicherungskauffrau, bevor sie sich entschloss, einen neuen Weg einzuschlagen. Sie verkürzte die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre. Zwei Tage die Woche besuchen die Auszubildenden dann die Berufsschule für angehende Friseurinnen in Völklingen. „Vor allem Haare färben und schneiden macht mir viel Spaß, ich liebe es, wenn die Kunden zufrieden den Friseursalon verlassen, und ich finde den Smalltalk mit meiner Kundschaft klasse“, sagt die Schwalbacherin. Das Einbringen eigener Ideen und die Kreativität im Beruf findet Katharina Kiefer besonders vielfältig.

Die Gesellenprüfung zur Friseurin besteht aus zwei Teilen. Der theoretische Teil ist in einen fachbezogenen Teil und in Wirtschafts- und Sozialkunde unterteilt. In der Praxis muss sich jeder Schüler ein Thema überlegen, bei dem ein Haarschnitt, eine Färbung und Make-up geplant und durchgeführt werden müssen. „Mein Motto war eine Promiparty, wo mein Model angeblich hingegangen wäre. Meine Patentante war mein Model, ich habe ihr die Haare zu einem Bob geschnitten und sie gefärbt. Ich wählte ein Abend Make-up, das zur Veranstaltung passte“, erzählt Katharina Kiefer. Unter anderem wurde ein Beratungsgespräch inszeniert, und ein männliches Model bekam einen modischen Herrenhaarschnitt.

„Meine beiden Chefinnen sind sehr jung, und ich bin die erste Auszubildende gewesen. Mit diesem Ergebnis hat niemand gerechnet. Die erste Auszubildende und dann Landesbeste“, sagt Kiefer voller Freude. Die Friseurin wurde direkt nach dem Abschluss von ihrem Ausbildungsbetrieb in Völklingen übernommen. Die ausgebildete Friseurin erzählt gerührt: „Es war so süß, meine Chefinnen haben an unserer Weihnachtsfeier jeweils eine Rose in der Hand gehalten und fragten mich schließlich vor versammelter Mannschaft: Möchtest du bei uns bleiben?“. Der Antrag war so schön, wie hätte ich da nein sagen können. Schließlich fühle ich mich bei Friseur Trend 21 richtig wohl“.

In ihrer Freizeit interessiert sie sich für Mode und geht gerne shoppen. Über 150 Paar Schuhe besitzt die 26-Jährige, die von ihren Freunden als „schuhverrückt“ bezeichnet wird. Dieses Jahr wird sie noch verschiedene Seminare über das Haareschneiden in Mannheim und Frankfurt besuchen.

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