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Bibaz befürchtet massiven Lkw-Verkehr wegen Bahnlog

Limbach. Seit Wochen läuft der Betrieb auf dem Gelände von Bahnlog in Limbach: Container, die von den großen Häfen kommen, werden per Schiene angeliefert, auf Lkw verladen und zu den Firmen im Saarpfalz-Kreis und in der Westpfalz gebracht. Nun meldet sich die Bürgerinitiative Bibaz zu Wort. Christine Maack

. Rhein-Saar-Mosel-Express heißt das neue Logistik-Projekt (wir berichteten). Es geht dabei um einen Container-Umschlag über die Gleise, die vom Mainzer Binnenhafen über den Homburger Hauptbahnhof direkt auf das Bahnlog-Gelände führen. Nun hat sich die Bürgerinitiative Betroffene der Aktivitäten Zollbahnhof (Bibaz) zu Wort gemeldet, die dadurch "eine massive Zunahme des Schwerlastverkehrs speziell in Altstadt und Limbach " befürchtet.

Die Bürgerinitiative fordert seit ihrer Gründung 2008 für die Recycling-Aktivitäten der Firma Bahnlog ein ,,ordentliches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung." Jetzt, bei der Nutzung des Geländes als Container-Umschlagplatz, besinne man sich in Saarbrücken eines besseren und werde "tugendhaft", heißt es in einer Stellungnahme von Bibaz. Noch wisse niemand, "was genau Bahnlog mit dem Railport vorhat. Materialumschlag-, Gütertransport- und Containerverladungsaktivitäten - übrigens ohne Planfeststellung - sind ja schon seit geraumer Zeit in immer größer werdendem Stil auf dem Gelände zu beobachten", so Ulrike Grub und Thomas Grotkamp, die beiden Sprecher von Bibaz. Ein Güterbahnhof oder ein Logistikzentrum an dieser Stelle, so betonen beide, sei unvereinbar mit der Verordnung zum Schutz des Grundwassers im Wassergewinnungsgebiet Beeden, in dem der Zollbahnhof liegt. Nun sei man also nicht nur dem Schotterbetrieb ausgesetzt, sondern müsse zusätzlich mit einer "gewaltigen Zunahme des Schwerlastverkehrs" rechnen.