Eindrücke vom Ersten Weltkrieg

Mit einer umfangreichen Fotoausstellung erinnert der Heimatkundeverein Rodena an den Ersten Weltkrieg. Die etwa 500 Bilder plus ergänzende Informationen sind noch bis kommenden Freitag täglich zu sehen.

Ein Hornist blies am Samstagabend zur Ausstellungs-Eröffnung. Nachdenklich machten dabei Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Historische Uniformkunde mit Karabinern, feldgerechter Uniform und Pickelhaube inmitten der zivilen Gäste. An die 500 Fotos auf elf Stellwänden vermitteln Eindrücke vom ersten weltumspannenden Krieg 1914/18. Darunter Bilder von feindlicher Artillerie, ein einsamer Tank als Deckung für Infanteristen in einem von Granaten umgepflügten Schlachtfeld und zerstörte Ortschaften.

Ergänzend geben zahlreiche Berichte die unmenschliche Situation der Soldaten an der Front wieder. Eindrucksvoll macht ein Gemälde einer Feldmesse von 1915 die Angst in den Gesichtern der Soldaten sichtbar. Etwa 70 Prozent der Aufnahmen stammen aus dem Nachlass von Dr. H. Cordier, ehemals Stabsarzt des in Saarlouis stationierten 30er-Regimentes. "Diese Fotoausstellung spannt den Bogen vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart", sagte der Schirmherr und französische Generalkonsul, Frédéric Joureau, zur Eröffnung im Victor's "The Club" nahe dem Saarlouiser Bahnhof. "Das Zentrum dieser Katastrophe befand sich im Herzen Europas."

Vorträge zum Thema

"100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges", lautet der Titel der Ausstellung, die vom Heimatkundeverein Rodena erstellt wurde. Sie geht noch bis Freitag, 14. November, täglich 15 bis 19 Uhr.

Zahlreiche Vorträge begleiten die Ausstellung. Am heutigen Montag, 18 Uhr, spricht Volker Felten über "Die reitende Abteilung des 1. Rhein. Feldart.-Reg. Nr. 8 von Holtzendorff in ihrem ersten Kriegseinsatz 1914 bei Pillon". Am Dienstag folgt um 17 Uhr: Hauptmann D. Ruffing mit einem Vergleich "1914 bis 2014 zwischen Großer Krieg und neuen Konflikten".

Am Mittwoch stellt ab 18 Uhr Oberstabsfeldwebel der Reserve, Jürgen Paschek, "Die Dreißiger 4. Rheinisches Infanterie-Regiment Graf Werder" dar. Am letzten Ausstellungstag, dem Freitag, um 16.30 Uhr berichtet der Historiker Helmut Grein über "Wirtschaftliche Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Saarlouis ".