| 20:15 Uhr

Chorkonzert
Die blaue Donau im Dreivierteltakt

Insgesamt drei Chöre waren mit der Chorgemeinschaft Heiterkeit & Harmonie Ensdorf sowie der Saargau-Chorgemeinschaft Weiler-Tünsdorf-Orscholz beim Konzert im Bergmannsheim im Einsatz.
Insgesamt drei Chöre waren mit der Chorgemeinschaft Heiterkeit & Harmonie Ensdorf sowie der Saargau-Chorgemeinschaft Weiler-Tünsdorf-Orscholz beim Konzert im Bergmannsheim im Einsatz. FOTO: Johannes A. Bodwing
Ensdorf. Die Chorgemeinschaft Ensdorf hatte zu ihrem Jahreskonzert mit mehreren Chören ins Bergmannsheim eingeladen.

Vor 150 Jahren schlug die „Schöne blaue Donau“ ein wie eine Bombe. Damals führte ihr Komponist, Johann Strauss Sohn, das Werk mit dem Wiener Männergesang-Verein auf. Am Sonntagabend eröffnete damit die Chorgemeinschaft Ensdorf ihr Jahreskonzert im Bergmannsheim. Mit dieser ruhigen Lied-Fassung im 3/4-Takt führte die aus den Chören „Harmonie“ und „Heiterkeit“ bestehende Gemeinschaft in ein rund zweistündiges Programm ohne Pause ein. Für angemessene Begleitung der Sängerinnen und Sänger sorgte dabei Johannes Schmitz am Flügel.


Den etwa 40 Männerstimmen folgte ein inzwischen selten gewordenes Ensemble. Im Mundharmonika-Ensemble aus Schaffhausen spielten acht Musiker unter Leitung von Christiane Becker auf handgroßen Mundharmonikas bis hin zu Bass-Mundharmonika und einer fast 60 Zentimeter langen Akkord-Mundharmonika. In charakteristischen Klängen spielten sie das Vilja-Lied und die Ballsirenen aus der Léhar-Operette „Die lustige Witwe“ sowie den „Heimatgruß“ von Hermann Schwarz. Später wechselten sie zu Blues-Stücken und „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“. Einen Ausflug zu heiteren Melodien aus dem Musical „My Fair Lady“ unternahm der gemischte Chor der „Heiterkeit“ mit etwa 30 Sängerinnen und Sängern. Starken Applaus bekam danach Michelle Jenal für ihre Soli auf dem Alt-Saxofon. Die 14-Jährige aus Saarwellingen war erst am Donnerstag Siegerin bei „Jugend musiziert“ auf Saarlandebene geworden. Im Mai tritt sie in ihrer Sparte dann beim Bundeswettbewerb an. Ihre Ausflüge in die Popmusik reichten von den Beatles über Abba bis zum faszinierenden Saxofon-Solo aus „Baker Street“, einem Hit von Gerry Rafferty. Im zweiten Konzertteil wechselte der gemischte Chor zu Oldies. Darunter „Ganz Paris träumt von der Liebe“ und „Es gibt nur ein Paris“. Drei Chöre füllten anschließend die Bühne, „Heiterkeit“, „Harmonie“ und die „Saargau-Chorgemeinschaft Weiler-Tünsdorf-Orscholz“. Ihr gemeinsamer Leiter ist Hermann Josef Hiery, der gewohnt dynamisch die Stimmenvielfalt zu einem lebenslustigen Klangbild formte. Beim Finale aller Chöre wurde Hiery zum Sänger, der versprach „Ich werde hundert Jahre alt“.

(az)