| 20:52 Uhr

Jugend
Wer gern in der Natur ist, schützt sie auch

Gruppenfoto von links nach rechts: Katja Becker, 52, Riegelsberg, Matthias Schindel, 31, Saarwellingen, Etienne Heuer, 19, Überherrn, Jörg Heuer, 51, Überherrn, Thorsten Meyer, 15, Heusweiler, Hans Baldauf, 58, Heusweiler.
Gruppenfoto von links nach rechts: Katja Becker, 52, Riegelsberg, Matthias Schindel, 31, Saarwellingen, Etienne Heuer, 19, Überherrn, Jörg Heuer, 51, Überherrn, Thorsten Meyer, 15, Heusweiler, Hans Baldauf, 58, Heusweiler. FOTO: Joshua Schwinn
Ensdorf. Die jungen Saarländer waren ganz vorn dabei: In der Pfalz reparierte die Alpenvereinsjugend Schäden in der Umwelt. Die Aktion gibt es seit 25 Jahren.

emperaturen um den Gefrierpunkt, Schuften bis an körperliche Grenzen und dabei den Spaß nicht vergessen – am ersten Märzwochenende haben wieder zahlreiche Freiwillige der Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) an der Umweltbaustelle am Hochstein bei der südpfälzischen Kleinstadt Dahn teilgenommen.


Insgesamt waren 18 Freiwillige der Jugend des Deutschen Alpenvereins aus den Sektionen Rheinland-Pfalz/Saarland an der Umweltbaustelle im Einsatz. 16 davon kamen aus dem Saarland. Mit dabei waren auch der 19-jährige Etienne Heuer aus Überherrn, Matthias Schindel (31) aus Saarwellingen, Jörg Heuer (51) aus Überherrn sowie der 58-jährige Hans Baldauf aus Heusweiler. Thorsten Meyer aus Heusweiler ist mit 15 Jahren der jüngste Teilnehmer gewesen.

Die Jugend des Alpenvereins trainiert das Klettern in der Kletterhalle in Ensdorf. Dort berichtete JDAV-Leiterin Katja Becker vom Einsatz an der Umweltbaustelle.



Während große Teile des Saarlandes durch das Schneechaos lahmgelegt wurden, hat in Dahn am Samstag die Sonne geschienen, sodass die Jugendlichen und Erwachsenen fast ungehindert ihren Arbeiten nachgehen konnten.

Mit der Organisation der Umweltbaustellen möchte die JDAV zeigen, dass die Alpinisten die Natur nicht nur nutzen, sondern diese auch schützen. Im Bereich des Zustiegsweges von der Südseite hat die Teilnehmer wegen der Sturmschäden wieder viel Arbeit erwartet, berichtet Katja Becker, Jugendleiterin des Vereins: „Durch die Böen in den vergangenen Monaten sind Bäume umgeknickt. Im unteren und oberen Bereich mussten Äste und Kronen umgefallener Bäume beseitigt werden. Am Felsfuß lag eine große Kiefer im Weg. Die musste zunächst kleingesägt und danach beseitigt werden.“ Der Unrat erschwert das Klettern und Wandern am Zustiegsweg. Daher müssen auch immer die Treppenstufen und Seitenbegrenzungen bearbeitet werden. Die Werkzeuge stellt die Landesjugendleitung. Katja Becker erklärt, dass der Spaß am Wochenende aber auch nicht zu kurz gekommen sei: „Wir haben am Samstagmorgen um 10 Uhr mit den Arbeiten begonnen und waren gegen 17 Uhr fertig. Danach gab es genügend Zeit zum gemeinsamen Kochen und gemütlichen Beisammensein.“

Der nächste Arbeitseinsatz am Hochstein ist auch schon geplant, erzählt die Jugendleiterin: „Am Wochenende des 10. und 11. Novembers werden wir die nächste Umweltbaustelle durchführen.“ Die Arbeiten am Hochstein machen vor allem deswegen Sinn, weil „der Hochstein eine der beliebtesten und meist frequentierten Felsgruppen ist“, so Becker. Immer wieder kommt es im Anstiegsbereich von Kletterfelsen aufgrund der starken Frequentierung zu Tritt- und Erosionsschäden.

Die JDAV Rheinland-Pfalz/Saarland organisiert seit 1993 jährlich zwei Umweltbaustellen, im Frühjahr und im Herbst. Von 46 Aktionen der JDAV haben alleine 29 am Hochstein stattgefunden.

(jsc)