Weiterbildung ist gefragt

Der berufliche Nachwuchs möchte sich weiterbilden. Da dies im Normalfall mit finanziellen Einbußen einhergeht, macht sich die IG Metall in der aktuellen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie für eine Bildungsteilzeit stark.

"Chancen.Bildung. Perspektiven!" lautete das Motto der diesjährigen Jugendkonferenz der IG Metall Völklingen in der Dillinger Stadthalle. "Über 120 Delegierte und Gäste haben deutlich gemacht, dass das Thema Weiterbildung in den Betrieben bei den Jugendlichen eine große Rolle spielt", sagte Daniel Spengler, neuer verantwortlicher Gewerkschaftssekretär für die Jugendarbeit.

Spengler folgt Lars Desgranges, der nach elf Jahren an der Spitze der Metalljugend das Zepter weiterreichte. Die Weiterbildung sei ein zentrales Anliegen des Nachwuchses der IG Metall , so Spengler. Weiterbildung sei immer auch verbunden mit finanziellen Einbußen.

Deshalb fordere die IG Metall der aktuellen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie eine Bildungsteilzeit. Hierbei gehe es um ein tarifliches Recht auf Zeit und Geld für Weiterbildung unter Bezuschussung der Arbeitgeber, sagte Desgranges in seinem letzten Jahresbericht.

"Gut ausgebildete Beschäftigte stellen die Qualität der Produkte der Unternehmen sicher. Je besser die Menschen in den Betrieben ausgebildet sind, desto besser auch die Qualität der Produkte. Aus diesem Grund sollte auch ein großes Interesse der Unternehmen an einer Regelung für Weiterbildung gegeben sein", so Daniel Spengler.

Desgranges betonte, dass eine gute Jugendarbeit Garant für die Stärke der IG Metall sei. Auf der Konferenz untermauerten die Delegierten einstimmig ihre Ablehnung des geplanten Freihandelsabkommens TTIP zwischen der USA und Europa.