| 21:39 Uhr

Messe in Dillingen
Innovation und Technik zum Anfassen

Der Saarbrücker Verein Technik, Kultur, Saar e. V. bot
Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, kleinere
Bastelprojekte zu realisieren, beispielsweise, eine
LED-Leuchte aus Marmeladengläser (r.).
Foto: Dieter Lorig
Der Saarbrücker Verein Technik, Kultur, Saar e. V. bot Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, kleinere Bastelprojekte zu realisieren, beispielsweise, eine LED-Leuchte aus Marmeladengläser (r.). Foto: Dieter Lorig FOTO: Dieter Lorig
Dillingen. Die Mini Maker Faire und die Saarländische Amateurfunkausstellung bestechen durch Erfindungsreichtum. Von Dieter Lorig

Etwa 1200 Besucher, und damit deutlich mehr als im Vorjahr, kamen zur Mini Maker Faire und zur Saarländischen Amateurfunkausstellung (SAFA) in der Dillinger Stadthalle. Dort präsentierten Tüftler, Bastler, Schiffsmodellbauer, Astronomen, Foto- und Malkünstler sowie Funkamateure ihre vielfältigen Hobbys und technischen Projekte. Aber auch Schulprojekte, wie die vom Technisch-Wissenschaftlichen Gymnasium (TWG) Dillingen und Schengen-Lyzeum Perl, waren vor allem Anlaufstelle für viele junge Besucher. Zudem boten Flohmarkthändler allerlei gebrauchte Teile und Geräte zum Kauf an.


Veranstalter der Kreativmesse im Doppelpack war der Ortsverband Saarlouis des Deutschen Amateur-Radioclubs (DARC). Schirmherr Landrat Patrik Lauer eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Bürgermeister Franz-Josef Berg und Eugen Düpre, Landesvorsitzender der Funkamateure des DARC. „Das ist ein großartiges Forum für Innovation und Technik, was es ansonsten eher in Großstädten gibt“, lobte Lauer. Erfindergeist und Kreativität seien sehr wichtig für ein Industrieland und müssen daher besonders wertgeschätzt werden. „Drahtlose Nachrichtentechnik ist mir noch von meiner Zeit als Funker bei der Bundeswehr bekannt“, verriet Bürgermeister Berg. „Die Konzepte der Maker Faire und SAFA passen sehr gut zusammen“, stellte der DARC-Landesvorsitzende Düpre fest.

Die zunehmende elektromagnetische Verschmutzung, verursacht durch LED-Lampen, machten Manfred Müller (DL4VAI), Frank Kneip (DC2VE) und Eugen Düpre (DK8VR) für Besucher am PC sichtbar. Ein digitales Notfunk-Relaiskonzept stellte die Luxemburger Amateur-Radio-Union (LARU) vor. Auch der Radioclub Theding und die Vereinigung der lothringischen Funkamateure (AMRA) waren auf der SAFA mit einem eigenen Stand vertreten. „Wir haben hier viele deutsche Funkfreunde getroffen“, sagten der neue AMRA-Präsident Rolland Henry (F8CVP) und Jean-Luc Missler (F1ULQ). Kim Hübel (DG9VH) informierte über digitale Amateurfunkkommunikation im DMR-Brandmeisternetz. Einen zusammen mit der HTW entwickelten 3D-Drucker präsentierten die Abiturienten Leon Becker und Tom Hild, beide sind Schüler des TWG Dillingen. Projektbetreuer und Lehrer Eric Barré lobte zudem: „25 Schüler haben sogar in ihrer Freizeit daran gearbeitet“.



„Das hat richtig Spaß gemacht“, freuten sich Lena Schwinn (10) aus Schwarzenholz und Lilli Foster (9) aus Lebach. Sie bastelten sich am Stand des Schengen-Lyzeums eine Eule und ein Türschild jeweils mit LED-Beleuchtung. Lehrer Yves Steichen gab Anleitungen dazu. „Das war hier richtig inspirierend“, freute sich Besucher Marcus Steinert (Bischmisheim). „Ich konnte meine entbehrlichen Geräte alle auf dem Flohmarkt verkaufen“, bestätigte der Merziger Funkamateur Hans-Jochen Fries (DK1MG). Der Waderner Hubert Schäfer (DJ8VH) führte viele gute Gespräche. Einzelne kommerzielle Händler klagten über eine rückläufige Nachfrage auf der SAFA.

Die Luxemburger Amateur-Radio-Union präsentierte bei der SAFA in Dillingen ein digitales Relaiskonzept.
Die Luxemburger Amateur-Radio-Union präsentierte bei der SAFA in Dillingen ein digitales Relaiskonzept. FOTO: Dieter Lorig