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| 21:20 Uhr

Sie haben ihren Traum nie aus den Augen verloren

Quierschied. Es ist jetzt 25 Jahre her, als sich in Quierschied einige Heimatkundler aufmachten, ihre Pläne von einem Heimatmuseum zu verwirklichen. Die Idee hatte 1984 der damalige Ortsvorsteher der Gemeinde Quierschied, Norbert Nauerz

Quierschied. Es ist jetzt 25 Jahre her, als sich in Quierschied einige Heimatkundler aufmachten, ihre Pläne von einem Heimatmuseum zu verwirklichen. Die Idee hatte 1984 der damalige Ortsvorsteher der Gemeinde Quierschied, Norbert Nauerz. Auf seine Initiative trafen sich die Quierschieder Rainer Müller, Alois Schommer und Otto Thomé und gründeten die "Interessengemeinschaft Heimatstube Quierschied". Später wurde daraus der Förderverein Heimatstube, dann der Förderverein Heimatmuseum Quierschied. In mühevoller Kleinarbeit trug das Team Gebrauchsgegenstände des früheren Arbeits- und Alltagslebens zusammen.

Damals stand noch nicht fest, wo eine Heimatstube oder gar ein Museum angesiedelt werden kann. So wurden die Exponate zuerst in mehreren Ausstellungen präsentiert. Ihren Traum von einem eigenen Museum verloren die Heimatkundler aber nie aus den Augen. Schließlich stellte die Gemeinde dem Förderverein das gemeindeeigene Haus am Käsborn 8 zur Verfügung.

Rund viereinhalb Jahre setzten die Vorstandsmitglieder und einige freie Mitarbeiter des Vereins unter Mithilfe der Gemeinde das künftige Heimatmuseum instand. Im Oktober 1992 war die Einweihung. Bis Mitte 2004 war der Förderverein auch Träger des Heimatmuseums. Dann wurde das Museum an die Gemeinde übertragen. Annette Bost, die Leiterin der Gemeindebücherei, wurde auch Leiterin des Heimatmuseums.

Untrennbar mit dem Museum verbunden aber ist der Name von Norbert Nauerz. Er war von Anfang an Chef des Fördervereins und Museumsleiter. In beiden Funktionen war er maßgeblich am Aufbau der Einrichtung beteiligt. Im kleinen Quierschieder Heimatmuseum zeugen handwerkliche Gegenstände, Maschinen und Geräte von vergangenen Tagen, als die Quierschieder ihren Lebensunterhalt beispielsweise noch in Glasbläsereien, im Bergbau, in verschiedenen Handwerksbereichen oder in der Landwirtschaft verdienten.

2000 wurde das Museum, das 1996 den Kulturpreis des damaligen Stadtverbandes Saarbrücken erhielt, renoviert. Die Themenbereiche wurden gestrafft und so Platz für Sonderausstellungen geschaffen.

Als erstes Museum im Saarland bekam das kleine Haus 2006 eine Software, mit der seither die Exponate auch im Internet recherchiert und angezeigt werden können.

Annette Bost: "Wenn die Vergangenheit so mit der Gegenwart verbunden ist, kann sie auch in der Zukunft Bestand haben." ll

"Wenn die Vergangenheit so mit der Gegenwart verbunden ist, kann sie auch in der Zukunft Bestand haben."

Annette Bost

Hintergrund

Am kommenden Sonntag, 17. Mai, ist Internationaler Museumstag. Das Quierschieder Heimatmuseum am Käsborn macht mit. Es öffnet am Sonntag seine Pforten und lädt von 14 bis 17.30 Uhr zur einer Sonderausstellung unter dem Titel "Wenn einer eine Reise tut, braucht er mehr als Stock und Hut" ein.

Für die jüngsten Besucher gibt es ein Reisequiz. Dabei werden etwa zwölf Fragen gestellt, die sich um das Thema Reisen in früheren Zeiten drehen. In der Ausstellung sind Hinweise zur Beantwortung der Fragen versteckt. Mitmachen können alle Kinder.

Wer noch nicht lesen und schreiben kann, darf sich die Hilfe von Erwachsenen einholen. Die Prämierung ist um 17.30 Uhr. Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer überreicht die Preise. ll