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| 21:23 Uhr

Saar-Ärzte warnen vor pauschaler Verunglimpfung ihres Berufsstandes

Saarbrücken. Der Präsident der Ärztekammer des Saarlandes, Josef Mischo, hat davor gewarnt, angesichts des Organspende-Skandals und einer "wissenschaftlich fragwürdigen" Studie über Korruption im Gesundheitswesen den Berufsstand der Ärzte zu verunglimpfen

Saarbrücken. Der Präsident der Ärztekammer des Saarlandes, Josef Mischo, hat davor gewarnt, angesichts des Organspende-Skandals und einer "wissenschaftlich fragwürdigen" Studie über Korruption im Gesundheitswesen den Berufsstand der Ärzte zu verunglimpfen. "Die pauschale Diffamierung eines gesamten Berufsstandes ist unerträglich", sagte er beim Neujahrsempfang von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung (KV) in Saarbrücken. 2012 sei in der Gesundheitspolitik ein "turbulentes Jahr" gewesen - mit mehreren Gesetzesänderungen bundesweit und drei verschiedenen Gesundheitsministern im Saarland.Wie Mischo begrüßte auch der KV-Vorstandsvorsitzende Gunter Hauptmann den Wegfall der Praxisgebühr. Angesichts einer alternden Bevölkerung steige die Krankenzahl - bei einer geringeren Zahl von Beitragszahlern. "Es wird eine öffentliche Diskussion über die zukünftige Verwendung begrenzter Ressourcen notwendig sein", sagte Mischo. Er beklagte zudem die zunehmende Bürokratisierung und Ökonomisierung: "Die Pflege muss ihre Leistung minutiös dokumentieren, die Zeiteinheiten sind festgelegt." Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU) sagte den Ärzten zu, gemeinsam nach Ideen für einen Abbau der Bürokratie zu suchen. Storm sagte, er überlege, diesbezüglich nach der Bundestagswahl eine Bundesratsinitiative zu starten. "Sollte sich dies als zu mühsam erweisen, gehen wir im Saarland einen eigenen Weg", sagte Storm. Die bessere Integration Behinderter, der neue Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Homburg sowie die Kampagne gegen den drohenden Ärztemangel nannte Storm als gemeinsame Ziele für das Jahr 2013. Mischo und Storm äußerten sich beide optimistisch, Lösungen für die Probleme zu finden, die sogar modellhaft für andere Bundesländer sein könnten. ukl

Foto: Susanne Kempf